eines erlegt. Er wog 58 kg aufgebrochen und hatte 13 cm lange Gewehre. Das im Lande damals vorkommende Schwarzwild war im Körper nicht sehr gross. Es waren wohl meist jüngere Stücke, viele Keiler, in der Farbe meist schwarz bis auf einige graue Stücke. Die Hauptaufenhaltsorte waren der Maurerberg, daneben die Lehne unterhalb Planken, teils eine Fichtendickung, teils Buchen- hochwald und Schilfpartien im Ried. Doch fand es sich auch in der Au längs dem Rheine, so z. B. im Jahre 1950, als einige Stücke dem Kalwanger Forst- meister Hans HÜBLER bei einer Hasenjagd in Anblick kamen. Dass Bachen aber bei uns auch frischten konnte einige Male beobachtet werden, so z. B. wurden am 19. 6. 1948 im grossen Frickenacker 3, noch gestreifte Frischlinge im Alter von ca. 6 Wochen auf verschiedene Weise erlegt. Am 4. 3. 1948 wur- den ebenfalls noch gestreifte Frischlinge unweit Nendeln erleg!. Auf das Auftreten der Sauen hin wurden Landwirte, Jäger, Jagdberechtigte und auch die Regierung roglich, und grosse Aufregung war bei uns im Lande, sowie auch in der benachbarten Schweiz und in Vorarlberg. Die Regierung des Fürstentums stellte mit Verordnung vom 5. 5. 1948 in einem einzigen Ar- tikel das Schwarzwild (Wildschweine) unter die jagdbaren Tiere. In den Zeitungen häuften sich viele besorgte Aufrufe wie z. B. einer der benachbarten Schweizer Jagdgesellschaften im St. Gallischen Rheintal wo 3 Punkte besonders vermerkt sind: 1. ) Die Verständigung der Jagdleiter per Telefon. Die jeweiligen Nummern sind sogar angegeben. 2. ) Gesichtete Tiere sollen ja nicht gestört werden. 3. ) Männliche Tiere, sogenannte Keiler, sind wehrhaft und dem Menschen unter Umständen gefährlich. Ein Meldedienst und die Mithilfe der Bevölkerung sind aufgezogen, wie bei Schwerverbrechern. Noch komischer sieht ein Aufruf des Schaffhauser Jagdschutzvereines aus, da unter anderm geschrieben wird, dass die Sauen auch wehrhaften Männern lebensgefährlich werden können. In diesen Tönen geht es weiter, und auch die Liechtenstein'schen Zeitungen stehen nicht zurück. Im Jahre 1948 wurden dann z. B. bei uns im Lande 7 Stück erlegt. (Regierungsstatistik). Die erfolgreichsten Schützen und Erleger waren der fürstliche Jäger Ferdi BECK in Planken, der 7 Wildschweine erlegte, dann Herr Hans RITTER, Wein- händler in Schaan, die Herren Oswald und Walter BÜHLER, Dr. Richard MEIER und der Erleger des 1. Stückes im Lande, Herr Anton MÄHR, Metzger- meister in Vaduz und Triesen. Ich will nun noch einige Angaben über Gewichte und Längen der Waffen geben und ausserdem noch einige Beobachtungen: Gewichte: 1.) 26. 2. 1948, Heuberg, 1000 m Höhe bei Triesen, Überläufer- keiler, 48 kg, erlegt durch Herrn Anton MÄHR, präpariertes Haupt im Besitz des Erlegers. 324
        

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