Temporallinien. Die Körperabmessungen sind: K + R 152, Schw. 26, Hf. 19, Ohr 11 mm bei 37 g Gewicht. Ein fast gleich schweres (36 g) 9 aus Westdeutschland ist nach der Schädelfiguration noch wesentlich jünger und hat die Masse CB 29, K + R 145, Schw. 19, Hf. 19, Ohr 10, so dass man vermuten kann, dass das Stück aus Liechtenstein zwar noch jugendlich ist, aber nicht ganz die Grösse erwachsener 9$ aus dem gleichen Gebiet Westdeutschlands erreicht hätte. — Nun hat REICHSTEIN (1957) seine grossen Schädelserien von Wieseln geogra- phisch geordnet und festgestellt, dass die Tiere von Norddeutschland bis zur Schweiz gleitend geringere CB-Werte zeigen (CB-0 : Norddeutsch- land Cfcf 37,1, 99 31,7, 
Schweiz cfcf 34,6, 99 30,2 mm). Nördlich und südlich davon gibt es andere Unterarten: in Skandinavien die Nominatform (nivalis nivalis), die kleiner, und vom Südabfall der Alpen 
an boccamela, die wesentlich grösser ist. 34,6 
für cTcf bezw. 30,2 mm für 
99 ^eSl 
aDer 
nocn in der Variationsbreite 
von minuta, wie sie oben angegeben wurde (wenngleich im oberen Grenzgebiet), und wenn wir annehmen wollen, dass die jungen Belegstücke aus Liechtenstein auch im wesentlichen in diese Grössenordnung gehören (99 
aus 
aer Schweiz — nach REICHSTEIN — maximale CB-Länge 31 mm), dann muss man sich mit der Frage auseinandersetzen, was diese kleinen Wiesel aus den Westalpen sind: extrem kleine Maus- wiesel oder Zwergwiesel. — Dazu ist eine Vorbemerkung notwendig. Zwergwiesel gibt es anscheinend überall im Verbreitungsgebiet von nivalis, d. h. man findet in jeder grösseren Kollektion einzelne, extrem kleine Tiere mit deutlichem Mittelkamm und der typischen Schädel- figuration alter Tiere. So liegen mir zwei Stücke hier vor, aus Schwa- ben und aus der Eifel, bei denen gar kein Zweifel bestehen kann, dass es alte Tier sind (Nr. 
35.215, Ö\ Warching bei Monheim, 17. I. 1931 und Nr. 60.309, 9 ?, Mülheim bei Blankenheim, 11. IV. 1960). Sie messen: 
CB — ö" 30,2 und 9 (?) ca 31. Ich habe den Balg und den Schädel von Nr. 60.309 anlässlich der Hauptversammlung der Gesell- schaft für Säugetierkunde in Giessen 1960 Herrn Prof. ZIMMERMANN und Herrn Dr. F. FRANK-Oldenburg vorgelegt und um ihre Dia- gnose gebeten. Man sagte sofort, ohne zu überlegen: «Minusvariante des Mauswiesels». Also kein Zwergwiesel ! — Es scheint sich demnach die alte Auffassung von MILLER (1912) wieder durchzusetzen, wonach die kleinen Exemplare nur Modifikationsprodukte des Mauswiesels seien und dementsprechend keinen taxonomischen Rang zu beanspru- 307
        

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