Bauhund und hat dann Erfolg, besonders in der Rheinebene, wie ich mich selbst öfters überzeugen konnte. Im grossen und ganzen wird eben der Fuchs bei uns nicht systematisch bejagt und es liegt daher, trotz des Nutzens den er anderweitig macht, meist mit dem Niederwild im Argen. Eine gewisse Anzahl von Füchsen ist heutzutage ein Opfer des zunehmen- den Verkehrs. So fand ich z. B. am 30. 6. 1947 im Meierhof hinter Vaduz einen frisch überfahrenen jährigen Rüden, dessen Schädel sich im Museum befindet. Oft ziehen Leute hier auch Füchse auf und man konnte z. B. vor einigen Jahren 3 kleine Jungen — die Gebrüder KONRAD — mit ihren Füchslein spa- zieren gehen sehen. In der Farbe sind die Tiere manchmal gelblich, seltener sattrot, doch ka- men auch ganz dunkle und schöne Kreuzfüchse schon vor. Letztere stammen wohl von einigen Silberfuchszuchten her. Eine dieser Zuchten des Herrn Wil- helm FEHR auf Masescha bestand von 1929 bis 1946. Einmal entwich ihm ein älterer Rüde in der Ranzzeit und hielt sich viel um das fürstliche Absteig- quartier herum auf, wo er auch regelmässig gefüttert wurde. Er hatte den Namen «Olaf» von der fürstlichen Familie bekommen und wurde schlussend- lich eines Tages in die Küche gelockt, gefangen und wieder seinem Besitzer in Masescha rückgestellt. Doch entkam er im nächsten Jahre wieder. Durch Offenlassen einer Türe durch einen unaufmerksamen Wärter entkamen einmal sogar 10 Tiere, von denen eines in Landquart (Graubünden) von einem Poli- zisten wieder gefangen und, an seiner Tätowierung erkannt auch wieder zu- rückgebracht wurde. Ich selbst hatte noch folgende schöne Erlebnisse mit Füchsen: Eines Morgens im April 1949 wurde mir gemeldet, dass sich in einem Silo im Vaduzer Heiligkreuz-Quartier, unweit des Bürgerheimes ein Fuchs gefangen habe. Ich fuhr mit dem Jäger und einem Sack hin. Richtig war in der kreis- runden Tiefe des Silos ein Fuchs, der zuerst an der Mauer herumlief, aber, als wir Anstalten machten mit einer Leiter hinabzusteigen, sich genau im Mittel- punkte des Kreises deckungslos niederhockte. Es gelang ohne grosse Schwierig- keiten ihn zu fangen, in den Sack zu stecken, und später Hess ich ihn am Gamander ob Schaan wieder in die Freiheit. Ein anderes Mal war ein Fuchs in einem Eisenbahnschopf in Nendeln irgendwie eingesperrt worden, wurde aber leider, gerade als ich zu seiner Rettung hinkam, erschlagen. Nur allzuoft erschlagen die Leute jedes vorkom- mende Tier. Schusstiste der von mir erlegten Füchse in Liechtenstein 20. 6.1945 24. 12. 1945 12. 1. 1946 8. 12. 1946 
Münz, Lawena (bei der Rehpürsche). räudig, neben der Hauptstrasse am Forst Schaan. Gamander ob Schaan (Treiben). Meierhof, Triesen (Treiben). 294
        

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