Verstecke bietenden Schuttplätze sehr zweifelhaft. Die Tiere sind dort auch, wie schon erwähnt, so «wildfarbig», d.h. in diesem Falle so braun getönt, wie Feldmaus und Erdmaus des umliegenden Freilandes. Das gleiche beobachtete auch R. HAINARD 1962: «Les souris qu'on rencontre parfois assez lion des habitations seraient plus rousses». (1. c. p. 
249). — Damit ist der Lebensraum «Abfallhalde» ein interes- santer Biotop «sekundärer» Freilandformen ! — Ordnung: Raubtiere — Carnivora Familie: Hunde — Canidae Wolf 
— Canis lupus L. 1758 Da kein Material aus Liechtenstein vorliegt, soll nur die Mitteilung des Herrn Vorsitzenden des Jagdschutzverbandes gebracht werden. «Der Wolf war in unserem Gebiet scheinbar immer verhältnismässig selten und ist auch schon frühzeitig verschwunden. In den mir zugänglichen Wald- amtsjournalen vom Jahre 1830 ab wird er nirgends als erlegt erwähnt und ich fand auch keine Aufzeichnung von Schusslöhnen, Prämien oder Schadensfällen an Haustieren. Allerdings wird er in der schon oben erwähnten Embser Chronik noch für die Gegend von Bludenz als Standwild im 17. Jahrhundert erwähnt und ist dort auch zusammen mit dem Luchs abgebildet. Einige Namen von örtlich- keiten im Lande dürften auf sein früheres Vorkommen deuten, so z. B. Wolfs- bühel bei Eschen, obwohl nicht jede Ortsbezeichnung mit dem Worte Wolf mit dem Raubtier direkt zusammenhängt, vielmehr mit dem in Liechtenstein sehr häufigen Familiennamen Wolf. — Ein Hinweis auf die Bedeutung des grossen Raubwildes bei der Bevölke- rung ist jedoch der nachfolgende «Betruf» der Sennen, der abends heute noch in Malbun, Pradame u. a. O. gebetet wird: Behüt Gott und unser lieb Herr Jesus Christ Unser Hab und Gut und alles, was hie umme ist . . . Bann den Bären die Tazzen, Dem Wolf den Fang. Verschliess dem Luchs den Zahn, Dem Stein den Gang . . . . » (A. Schädler. 1917) 291
        

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