Hausmaus 
— Mus musculus domesticus RUTTY 1772 Material: 4 Bälge (+ Schädel). 1 Schädelrest aus Gewöllen. Vergleichsmaterial : Schweiz (6), Westdeutschland (70). Färbung : Die Liechtensteiner Hausmäuse sind auffallend dun- kel, bräunlich grau, und stimmen in manchen Fällen mit der Feldmaus und Erdmaus dort überein (s. o.). Die stärker braun durchsetzten Va- rianten sind auch an Brust und Unterseite stark gelb getönt. Das ande- re Extrem hat ein helleres, reineres Grau an den Seiten und Schultern. Bei allen ist die Rückenmitte stark verdunkelt. Im ganzen ist die kleine Serie merklich dunkler als der Durchschnitt der Bälge aus West- deutschland, zeigt also die gleiche Tendenz und sogar das gleiche Lokalkolorit wie eine Reihe von Kleinsäugern dieses Gebietes, die wir schon kennenlernten (Verdunkelung bezw. Brauntönung: Zwergspitz- maus, Waldspitzmaus, Feldspitzmaus, Rötelmaus. Schermaus, Klein- wühlmaus, Feldmaus, Erdmaus, Zwergmaus). — Die vorliegende Serie aus Interlaken stimmt mit der aus Liechtenstein in der Farbe völlig überein. — Die Zehen der Hinterfüsse sind bei allen vier Tieren mehr oder weniger ausgedehnt weiss gescheckt, wie es auch die Hausmäuse anderer Gebiete zeigen. — Die im Haarwechsel stehenden Tiere haben eine ganz unregelmässige Pigmentierung der Haut, wie bei älteren Kleinsäugern und solchen, die — als Kommensalen — keinem zeitlich begrenzten Härungszyklus unterliegen (v. LEHMANN 1958). — Die Abmessungen bringt die folgende Tabelle. K+R Schw. Hf, Ohr Gew. CB Zyg. 90-102 82-90 18-18,5 13-15 24-27 g 21,7-22 11,4-11,9 Die Masse stimmen völlig mit den Schädelabmessungen überein, die MILLER (1912) für vier Tiere aus St. Gallen angibt, und die Körpei- masse entsprechen denen seiner Hausmäuse aus Westdeutsch'and (Harz). — Drei Tiere der Serie fing ich im August unter Gebüsch weitab von Siedlungen, aber in der Nähe einer grossen Abfallhalde am Rhein (südlich Sevelener Brücke). Das vierte Stück stammt aus einem Wohn- haus in Mauren (H. MEIER leg.). — Ob alle Tiere der Freilandpopu- lation im Winter stets in Gebäude übersiedeln, scheint im Hinblick auf die günstige Ernährungslage der geschützten, ausserordentlich viele 290
        

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