fengraswiesen) im Schaaner Ried — und erst in der coliinen Stufe eine weite ökologische Valenz entfaltet: von den durchaus nicht feuch- ten, steilen, üppigen Grashängen des Vaduzer Oberdorfes, den Wiesen und Wiesenrändern um das Residenzschloss und den kurzgrasigen Mähwiesen um Triesenberg bis zu den schattigen und bodenfeuchten Hochstaudenfluren in der oberen Bergwaldstufe (Rotenboden, Mase- scha, Silum) und der montanen Grauerlenaue am Saminabach. — Es ist nach diesen Feststellungen in Liechtenstein klar, dass wir es dort bei der Erdmaus mit einem durchaus eurytopen Kulturfolger zu tun haben, dessen Vordringen in weitere Bezirke der Kulturlandschaft (Auffor- stungen) und dessen gesteigerte Vermehrung zu erwarten ist, wie sie v. WETTSTEIN (1960 61) auch für die Ostalpen beschreibt. — Über die Schäden und Bekämpfungsmethoden siehe F. FRANK 1952. — Im Juni gab es im Saminatal schon fast erwachsene Jungtiere (92 und 98 mm K + R-Länge), von denen ein 9 schon mit apfelkerngrossen Keimblasen trächtig war. — Familie t Langschwanzmäuse (Echte Mäuse) — Muridae Zwergmaus («Habermaus») 
— Micromys minutus soricinus HERMANN 1780 Über die einzige bisher in Liechtenstein gefangene Zwergmaus habe ich 1957/62 schon ausführlich berichtet. Dieses, nach der Molaren- abnutzung, sehr alte 9 
aus der Vaduzer Rheinau weicht bei genauerem Hinsehen in der Haarstruktur und Färbung von vergleichbaren Som- mertieren aus dem Bonner Raum nicht erheblich, aber doch erkennbar ab. Zunächst hat das Vaduzer Stück (gefangen am 28. August 1956) ein deutlich dünneres Haarkleid, so dass auf der Oberseite die dunk- len Haarbasen auffallend durchscheinen, und auf der weissen Bauch- seite an vielen Stellen die Haut sichtbar wird. Es mag dies mit dem hohen Alter des Tieres zusammenhängen, denn jüngere, erwachsene 99 
aus der gleichen Jahreszeit (aus dem Rheinland) haben einen ge- schlossenen, dichten Pelz. Erst eine grössere Serie könnte darüber Aus- kunft geben, ob diese Erscheinung bei dem Vaduzer Stück vielleicht im Zusammenhang mit den subtropischen Umweltverhältnissen zwi- schen den Rheindämmen auch als «Tropenwaldtracht» zu deuten ist. 275
        

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