sen (Max. 28,5 !), das sind immerhin 
8%. — Man wird also heute nicht so ohne weiteres sagen können, dass die Alpenformen der Erdmaus (ssp. niger) deutlich grösser ist als die 
Flachlanderdmaus {ssp. bailloni). (Hierzu schrieb mir z. B. Dr. ALTNER am 26.4. 1961, dass er aus Isma- ning bei München eine Reihe von Erdmäusen habe, die «an Grösse alles andere weit zu übertreffen scheinen»). Hier sei noch kurz auf ein Alterskriterium am Erdmausschädel, das v. WETTSTEIN anwendet, eingegangen. Danach sollen — entspre- chend den Feststellungen von HINTON 
an Arvicola — nur die Tiere als voll erwachsen anzusehen sein, bei denen die Interorbitalkämme dicht beieinander stehen oder schon verschmolzen sind (Altersklasse V und VI). Dies trifft bei den männlichen Erdmäusen auch zweifellos zu, bei den alten 9$ kann man sich aber — nach meinem Material — nicht danach richten; weibliche Schädel bewahren sich bisweilen jugend- liche Züge bis ins Alter, und sind auch in unserem Falle z. B. ohne Knochenkämme, und die interorbitale Einschnürung ist auch nicht so scharf, d. h. die Konturen sind runder und glatter. Hinsichtlich der sechsten Schlinge im ersten oberen Molaren (M1), die als Kennzeichen der Hebriden-Erdmaus 
(M. agrestis exsul MILLER) gilt, ist zu sagen, dass in der Liechtenstein-Aufsammlung von 25 Schä- deln nur einer eine ausgeprägte sechste Schlinge auf beiden Seiten zeigt. Das dürfte etwa den Verhältnissen, wie sie v. WETTSTEIN für die Ostalpen angibt, entsprechen. Aber auch bei Rheinländischen Erd- mäusen ist ab und zu diese Schmelzschlinge ausgebildet (vielleicht seltener). Im übrigen habe ich diese Erweiterung des Schmelzmusters bisher nur bei 
grosswüchsigen cfcf angetroffen, und im Hinblick auf die Häufigkeit dieser Erscheinung bei isolierten oder am Verbreitungs- rande lebenden Populationen (Hebriden, Camargue) ist hierbei eher an eine Verkomplizierung, also Weiterenwicklung als an das Auftreten eines altertümlichen Merkmales zu denken. — Die Erdmaus ist in Liechtenstein überall, von der Rheinau bis hin- auf zum Silumer Kulm und im Saminatal an zusagenden Plätzen an- zutreffen, mit der wesentlichen Einschränkung allerdings, dass sie nirgends mit der Feldmaus zusammen vorkommt (s. Karte III). Das bedeutet, dass sie in der Rheinau nur sporadisch anzutreffen ist — ich kenne nur einen Siedlungsplatz im nassen Grauweiden-Mo/zmora (Pfei- 274
        

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