in Interlaken z. B. — in den sumpfigen Niederungen (Flusstäler, Seen- gebiete) der Westalpen ihre Formung erfuhr. Da es offenbar verschie- dene Übergangsformen zu 
typischen a. aroa/fs-Populationen in den Westalpen gibt, konnte ich mich nicht entschliessen, die Feldmäuse des Liechtensteiner Rheintales — so auffällig sie auch waren — als beson- dere Unterart zu betrachten. — Die Fortpflanzung der Feldmaus erstreckt sich in Liechtenstein offenbar auch im Freiland weit in die kalte Jahreszeit hinein; es gab noch im November trächtige 99 
ur>d im Mai bereits gravide Jung- tiere (von nur 82 mm K + R und 24 g !). Die höchste festgestellte Em- bryonenzahl betrug 7. — Erdmaus 
— Microtus agrestis niger FATIO 1869 Material: 18 Bälge (+ Schädel), 4 Alkohol-Exemplare, 8 Schädel, 3 Gewöllschädel (Fragmente) Färbung : Wie ich schon 1957/62 ausführte, sind die Erdmäuse in Liechtenstein im allgemeinen dunkler als die in Westdeutschland; der Gesamteindruck der Oberseite ist etwa zwischen Olive-Brown und Clove Brown, entspricht also bei den helleren Varianten ganz der Farbe der Liechtensteiner Feldmäuse (s. o.); nur manche Tiere wirken mehr braun wie die Erdmaus im Norden. Die einzelnen bräunlichen Haarabschnitte sind so blassbraun, wie sie oben bei der Feldmaus oder auch von v. WETTSTEIN (1959) für die ostalpinen Erdmäuse beschrie- ben sind. Die Unterseite erscheint silbrig weiss (Haarspitzen weiss), wobei die grauen Haarbasen mehr oder weniger stark durchscheinen. Wie es auch v. WETTSTEIN (s. o.) erwähnt, ist ein kleiner Prozentsatz der Tiere unterseits gelblich überflogen; in meinem Material ist nur ein Balg etwas in der Medianlinie, ein zweiter an der ganzen Unter- seite schwach, und ein weiterer intensiv gelb (Cinnamon-Buff) getönt, so dass keine weissen Haarspitzen vorhanden sind. — Der Schwanz ist mehr oder weniger ausgeprägt zweifarbig. — Masse : Die folgende Tabelle bringt die 10 grössten Tiere mit einer K + R-Länge über 110 mm, deren Schädel intakt geblieben waren (die Nr. 103 a gehört auch hierher, die Körperlänge war aber nicht mehr genau festzustellen, weil das Stück in der Falle angefressen war). 272
        

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