grau und braun, so kann man sie hier 
bei Arvicola eher als graugelb und braun bezeichnen. Es liegt nahe, nach den Gründen zu suchen, die die Tatsache erklären, dass MILLER offenbar nur helle Tiere kannte, während in Liechtenstein auch braune in grosser Zahl vor- kommen. Die Serien, die MILLER (1912) aus der Schweiz vorlagen, kamen hauptsächlich aus: Genf, dem Waadtland, Freiburg, dem Thurgau, der Umgegend von Wil und St. Gallen (= 44 Exemplare), das sind aber alles Gebiete mit relativ geringen Niederschlägen (700 — 1200 mm. Siehe Regenkarte H. BROCKMANN-JEROSCH 1923), wäh- rend nur 12 Tiere aus Gebieten kamen, deren Regenmengen etwa denen von Liechtenstein entsprechen (Meiringen, Vitznau und Mels (St. Gallen), etwa 1200 — 1600 mm). Man kann daher annehmen, dass also auch in diesem Falle die dunklere, braune Haartönung durch die gesteigerte Feuchtigkeit (und geringere Temperatur ?) des Lebensrau- mes ausgelöst wird, wie es schon bei einigen anderen Säugern deut- lich wurde (s. o.). Es handelt sich hier also um keine echten «Phasen», die meist umweltunabhängig sind und keine Ubergänge zeigen (v. LEH- MANN 1962 b), sondern wieder um jene eigenartigen physiologischen Prozesse, die vielleicht nicht direkt selektionsgesteuert sind, und denen verschiedene Säugetiere dieses Gebietes unterliegen (vergl. S. 247). Masse: Die Tabelle zeigt die Abmessungen der fortpflanzungs- fähigen Tiere (einschliesslich der schon 1954 und 1955 veröffentlichten). Datum 
sex K+R Schw. 
Hf-Ohr Gew. CB Zyg. 
Bemerkung 23. V. 53 <3 
159 68 25 
12 101 g 
32,9 
22,4 23. V. 53 9 
144 72 25 11 32,7 
20,7 26. VIII. 56 
6 
148 57 23 
12 81 g 
30,7 
20,3 27. VIII. 56 9 
140 66 22 12 74 g 30.5 
20 säugend ! 27. VIII 56 9 
140 62 22 12,5 85,5 g 31,1 20,8 23. VIII. 61 9 
159 76 24,5 13 
92 g 33,5 
22,8 
säugend ! 22. VIII. 62 9 
152 67 24 13 88 g 32,5 
21 säugend ! 0 
149 67 23,6 12,2 86,9 g 32 
21 (= 45%) Typenserie (n = 8) nach MILLER (1912) 146,6 62,7 23,7 32,4-35") 20,4-21,6 *) Vermutlich andere Messmethode (einschl. Schneidezahn ?) Man ersieht daraus eine gute Übereinstimmung der Liechtenstein- Tiere mit den typischen Alpen-Schermäusen in den «konservativen» Körper- und Schädelteilen, während die mehr von der Umwelt modi- 252
        

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