Alpen-Schermaus (In den Westalpen: Schär, Scharrmaus, Stossmaus, Erdwolf, Raubmaus) 
— Arvicola terrestris exitus MILLER 1910 Material: 9 Bälge (- Schädel), 6 Schädel, 2 Gewöll-Mandibel Vergleichsmaterial: 38 Bälge (+ Schädel) aus Interlaken (Schweiz) Färbung : MILLER, der diese Unterart in St. Gallen aufstellte, beschreibt die Farbe dieser Schermaus heller und gelblicher, als es die meisten mir bekannten Tiere aus Liechtenstein sind. Nur ein Stück der in Bonn vorhandenen Balgserie ist so gelblichgrau auf der Oberseite und sandfarben an den Flanken, wie MILLER seine typischen Alpen- Schermäuse schildert, und wie ich auch 1953 die ersten Tiere in Vaduz vorfand. Dieses Stück, das bereits 1954 und 1955 von mir veröffent- licht wurde, hat auch den hell behaarten Schwanz und die blassen Füsse. wie sie 1912 vom Erstbeschreiber angegeben werden. Ein junges Cf, das 1956 gesammelt wurde ist mehr staubgrau (Jugendfärbung), hat aber einen dunklen Schwanz. Alle übrigen, z. Zt. vorliegenden Liechtenstein-Tiere die mit einer Ausnahme aus der Rheinau bei Schaan stammen, sind dunkler, mit einem ausgesprochen braunen Ton auf dem Rücken und an den Seiten (Sayal Brown bis Snuff Brown mit schwarzer Verdunkelung vor allem an der Schwanzwurzel) und haben einen dunklen, nur in manchen Fällen auf der Unterseite hellen Schwanz. Die Bauchseite ist weisslich, in manchen Fällen rötlich gelb überhaucht bei stark durchscheinenden schiefergrauen Haarbasen. Die Begrenzungslinie ist in manchen Fällen sehr scharf, in anderen stark verschwommen. Bemerkenswert ist die Färbung der Füsse: es gibt dunkle, blasse und auch deutlich gescheckte Fuss- bezw. Handrücken. Das junge Tier aus Sükka (s. S. 211), das oberseits besonders dunkel- braun ist, fiel mir beim Fang sofort dadurch auf, dass es tief dunkle, fast schwarze Handrücken und weisse Handflächen hat. Die 38 Bälge aus Interlaken sind zum Teil ebenfalls ausgesprochen braun, zum Teil aber auch in der Grundfarbe «light yellowish brown», wie MILLER seine Unterart charakterisiert. Damit ergibt sich eine gewisse «Zweiphasigkeit» bei diesen Wühl- ratten, wie sie ähnlich schon bei der Langohrfledermaus besprochen wurde. Handelt es sich jedoch bei den Fledermäusen um die Farbtöne 251
        

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