Oberrhein in der Gegend Freiburg-Lahr fehlen alle Schläfer») und die Haselmaus nicht selten. — Bayern: Prof. KAHMANN (München) teilt mir mit, dass «in Bayern an bestimmten Stellen Gartenschläfer und Haselmäuse durch- aus im gleichen Lebensraum vorkommen. Doch sind die Lebensstätten, welche sie darin bewohnen wegen der starken ökologischen Differen- zierung beider durchaus verschieden». — Tirol : Herr H. PSENNER (Innsbruck) teilte mir freundlicher- weise bezügl. des Nebeneinanders von Gartenschläfer und Haselmaus unter dem 16. V. 1962 folgendes mit: «Am Ahrenberg bei Innsbruck ist der Sieben- und Gartenschläfer oft häufig in den Nistkästen. Deutlich bevorzugt der Siebenschläfer den sonnigen Hang mit Laubwald, der Gartenschläfer hingegen den Nadelwald. Am Fusse des Bergrückens ist die Haselmaus nicht gerade selten im Brombeergebüsch . . » (nur ein Fund im Nistkasten im Gartenschläfergebiet). «Häufig ist die Hasel- maus im dichten Gestrüpp des Innufers zwischen Zirl und Innsbruck. Daneben ziehen sich . . schmale Wiesen hin und über der gleichlaufenden Autostrasse erhebt sich ein Föhrenwald . . Dort habe ich nun neben der Haselmaus auch Nester vom Gartenschläfer gefunden . . ». P. hält aber die Haselmaus hier für dominierend und vermutet, dass der Gartenschläfer nur durch Nahrungsfülle (Heuschrecken) veran- lasst wird, die Wiesen und die Randgebiete zeitweilig aufzusuchen. — Schweiz : Für die Schweiz gibt es nur wenige Hinweise auf das eventl. Nebeneinander der Arten am gleichen Platz. MILLER führt 1912 den Gartenschläfer für St. Gallen in einem Exemplar, für Untervatz (Graubünden) in 9 und für Vulpera Tarasp (Nationalpark) in zwei Exemplaren an, während er die Haselmaus nur für zwei Plätze von St. Gallen und für Vulpera Tarasp nennt. Der Kanton St. Gallen ist indessen so gross und vielseitig, dass diese Angaben nicht zur Beant- wortung unserer Fragen beitragen. — In neuester Zeit ist jedoch der Nationalpark im Engadin auch auf Kleinsäuger hin untersucht worden (DOTTRENS 1962), und es wurde unter den rund 500 von 1933 bis 1960 gefangenen Kleinsäugern auch 50 Gartenschläfer (und zwei Baum- schläfer) gefangen. Der Gartenschläfer stammt von der linken Innseite (Guarda) aus 1450 und 1675 m Höhe. Von der Umgegend des Schlosses Tarasp (1400 — 1500 m) und von der Laisch Alpe (1800 m) liegen nur mündliche Berichte vor. Für Tarasp (und das Untere Engadin) wurde dem Bearbeiter jedoch auch die Haselmaus als beobachtet gemeldet. — 243
        

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