sehen von seiner schwarzen Phase (cf. HAINARD 1962, p. 186) - heller und eintöniger gefärbt, während das Alpenmurmeltier kontrast- reicher und oberseits dunkler ist und auch wesentlich intensiver ge- färbte Schneidezähne hat). Ausserdem besteht ein gewisser Geschlechts- dimorphismus beim Murmeltier: Die erwachsenen 99 sind in der Re- gel heller als die 
alten cfcf (cf. auch DEFNER 1949), eine ebenfalls weit verbreitete Erscheinung (z. B. auch bei den Huftieren: Reh, Antilopen), die mit einem «Luxurieren» der männlichen Tiere gegen- über den physiologisch stärker beanspruchten §9 erklärt werden kann. Wichtig wäre nun eine Untersuchung an grösseren Serien, ob solche farblich verschiedenen «Standortmodifikationen» beim Alpenmurmel- tier im Zusammenhang mit dem lokalen Klima (Niederschläge, Son- nenscheindauer) festzustellen sind. Am Oberkiefer des Murmeltieres fällt eine weit herausragende Protuberanz auf (Abb. 13a), eine kegelförmige Knochenausstülpung un- mittelbar unter dem Foramen infraorbitale, die allen Hörnchen eigen ist, aber bei dieser Gattung die stärkste Ausprägung erfährt im Zusam- menhang mit dem Kaumuskel (Masseter, oberflächliche Portion), bezw. seiner Sehne, worüber STARCK & WEHRLI (1935) ausführlich 
berich- Abb. 13 a — Murmeltierschädel. Abb. 13 b (rechts) — Elchschädel von vorn. (Man beachte die Protuberanzen !) tet haben. Man könnte sich fragen, ob dieser extrem lange Knochen- zapfen nur als Folge allometrischen Wachstums am Schädel dieser gross wüchsigen Nagergruppe zu deuten ist; denn die Hauptnahrung des Murmeltieres, die relativ weichen Alpenkräuter, erfordern keine Ausbildung besonders starker Kaumuskeln. Vergleicht man aber mit Schädeln nahe verwandter Nager, also anderen Hörnchen, dann zeigt es sich, dass zum Beispiel die Riesenhörnchen der 
Gattung Ratufa I 228
        

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