«schwarzes» Stück am 19. Juni 1962 am Kleinen Tunnel (1430 m) auf der Rheinseite (R. SCHULZ, mündl.), ein tiefdunkles Tier am Wald- rande in Schaan (Galina, 570 m) und ein ebensolches an der Quader- rüfe in Schaan (480 m) im August 1961. Zahlreiche, ebenso dunkle Tiere stehen als Stopfpräparate in den Schulen (eine Farbaufnahme aus der neuen Schule in Schaan liegt als Material hier vor) und in Gasthäusern (z.B. Gasthaus «Au» in Vaduz). Die Zoologische Samm- lung (Museum) in Vaduz beherbergt ein ebensolches Exemplar vom 19. April 1952 vom Silumer Kulm (ganz dunkel graubraun, Kopf, Extremitäten und Schwanz ebenso meliert), daneben aber ein Winter- balg, der deutlich rotgrau in der Grundfarbe ist (und wie oben ange- geben gesprenkelt) mit dunkelrotem Schwanz. — Nach den Berichten der Jäger sind diese beiden Farbtypen (dunkel graubraun und rot) stets in den Fichtenbeständen der oberen Bergwaldstufe am Silumer Kulm vertreten. Nach eigenen Beobachtungen scheint aber die dunkle Färbung überall wesentlich häufiger zu sein. Diese dunklen Hörnchen entsprechen etwa dem Typ, den ALTUM (1876) 
seiner «var. brunnea» zugrunde legte. Er bezeichnet diese Farbe «erdig graubraun» und fügt hinzu «charakterisiert durch ein stumpfes, unschönes, tiefes, gleichmässiges Graubraun, das übrigens mit hellerem Saume die untere weisse Körper- und Bauchfärbung mehr oder weniger zu begrenzen pflegt». Hörnchen dieser Farbschattierung führt ALTUM ausdrücklich für Elsass-Lothringen an, und LÜHRING (1928) fand sie am häufigsten im Schwarzwald, so dass wir hier eine Übereinstimmung der waldbewohnenden Säugetiere Liechtensteins — z. 
B. Sorex araneus tetragonurus, Barbastella barbastellus — mit eini- gen der oberrheinischen Mittelgebirge feststellen können. Von manchen Bearbeitern werden die verschiedenen Färbungen des Eichhörnchens als Phasen bezeichnet, ich konnte aber schon an anderer Stelle (1962b) zeigen, dass die Farbtypen des Hörnchens so viele Zwischenstufen zeigen, dass man von Phasen (im Sinne mutativ ent- standener, starker Abweichungen) nicht sprechen kann, sondern dass das bunte Bild, das die Kleider des Eichhörnchens heute bieten, eher als das Ergebnis der Vermischung verschiedener geographischer (bezw. ökologischer) Ausgangsformen zu verstehen ist. Tatsächlich haben schon die alten Beobachter festgestellt, dass es sich zum Beispiel bei den «schwarzen» Hörnchen in der Regel keinesfalls um einen ein- 223
        

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