zeichnet sich von Süd nach Nord nur ein Gefälle (im Sinne der BERG- MANN'schen Regel) ab, so dass man keine Mischpopulation vor sich hat, wie es oben mit dem Zeichen (statt Multiplikationszeichen bei Mischformen) angedeutet wurde. Wie schon berichtet, konnte ich 1953 eine kleine Kolonie von ca. 20 Kl. Hufeisennasen im Dachboden des Rheinbergerhauses in Vaduz und auch Einzeltiere im Keller des Nachbarhauses feststellen. Gelegent- lich sah ich damals auch einzelne Tiere in den frühen Abendstunden um die Baumkronen an der Pfarrkirche fliegen. Bei meinen späteren Besuchen habe ich die Kl. Hufeisennase aber nie mehr angetroffen, obwohl die örtlichen Verhältnisse unverändert geblieben sind. Ich ver- mute, dass Katzen oder andere kleine Raubtiere (Iltis ?), von denen ich bei meinen Besuchen in den letzten Jahren Spuren (Losung) auf dem Boden fand, an dem Erlöschen oder an der Vertreibung dieser Kolonie schuld sind. Die Kl. Hufeisennase wird in der neueren Literatur für die wärme- ren Lagen und vor allem für die Höhlengebiete der Schweiz oft ange- führt. So nennen sie GIGON & AELLEN (1960) als die häufigste Art in den Höhlen des Jura, und in dem neuesten Verzeichnis der Höhlen- tiere der Schweiz (AELLEN & STRINATI, 1962) wird die Kl. Hufeisen- nase von allen Fledermäusen am meisten erwähnt. Dabei ist aus der Nachbarschaft Liechtensteins folgende Höhle erwähnt: Kristallhöhle (Gem. Oberriet, St. Gallen). — Da BAUER (1960) die Vermutung aus- spricht, dass sich die 
Langflügelfledermaus (Minipoterus schreibersi) und die Kl. Hufeisennase nicht in den gleichen Höhlen ansiedeln, sei hier nur kurz erwähnt, dass AELLEN & STRINATI in sämtlichen fünf Höhlen des Neuenburger Kantons, 
die Minipoterus bewohnt, auch Kl. Hufeisennasen antrafen (1. c. p. 62 — 63). — Über eine Trächtigkeitsbeobachtung wurde 1954 berichtet. — Zum Abschluss sei noch die originelle Deutung erwähnt, die v. TSCHUDI (1854) dem Nasenaufsatz der Kl. Hufeisennase gab. Er schreibt auf Seite 133 seines Thierlebens der Alpenwelt» . . . eine röthlichgraue Vogelmaus, die besonders von Wasserinsekten lebt und häufig mit dem Kopfe untertaucht, wozu ihr vielleicht der auffallende Nasenbau dien- lich ist». — Die lange umstrittene Bedeutung des komplizierten Nasen- aufsatzes der Rhinolophiden fasste kürzlich G. NATUSCHKE (1960) wie folgt zusammen: 214
        

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