Spitzmaus an geeigneten Plätzen in grösserer Zahl nebeneinander vor- kommen können. Die topographisch-ökologische Trennung der beiden Formen (in der Ebene gibt es in Westeuropa anscheinend keine Sumpf- spitzmäuse) ist also meiner Überzeugung nach keine Folge der Kon- kurrenz der beiden Arten, sondern nur das Ergebnis der entwicklungs- geschichtlichen Fixierung und Anpassung der westeuropäischen Sumpf- spitzmaus an das Gebirge. Im Osten liegen die Dinge anders, und dies hängt vermutlich mit genetisch verschiedenen Ausgangsgruppen zu- sammen. Das Nebeneinander von Feldspitzmaus und Gartenspitzmaus, schliesslich, zeigt besonders deutlich das oben Gesagte: Diese beiden Arten haben sehr ähnliche Umweltansprüche, 
sie Vikariieren aber trotzdem nicht und verdrängen sich nicht einmal, denn sie sind 1. verhaltensmässig gesellig (es wird zwar in der Literatur behauptet, die Feldspitzmaus sei ein solitär lebendes Tier, ich fand sie aber so- wohl in Liechtenstein als auch in der Voreifel und an der unteren Weser in allen Jahreszeiten paarweise oder in kleinen (Familien-) Verbänden. Cf. auch BAUER, 
1960), 2. sind beide Arten östlicher Herkunft und haben einen gemeinsamen Ausbreitungsweg hinter sich, und 3. sind diese Spitzmäuse nirgends so häufig, dass es dauernd zu Zusammenballungen und Streitigkeiten in ihren Lebensräumen kom- men müsste. — (Hierzu Abb. 7, 8. 9). Familie: Maulwürfe — Talpidae Maulwurf 
— Talpa europaea L. 1758 Material: 35 Schädel In der nachfolgenden Tabelle sind 18 Schädel zusammengefasst, die deutliche bis starke Zahnabnutzungen zeigen, also von erwachsenen, älteren Tieren, und den Schädelabmessungen gegenübergestellt, die MILLER (1912) für St. Gallen und Deutschland, STEIN (1960) für die Schweiz, BAUER (1960) für das Gebiet des Neusiedler Sees und J. NIETHAMMER (1960b) für die Niederen Tauern anführen. 209
        

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