Diese Zahlen zeigen keine nennenswerte Abweichung von den Werten, die MILLER (1912) für den Westen des Verbreitungsgebietes und BAUER (1960) für die Tiere des Neusiedlerseegebietes 
(ssp. naren- tae) anführen. Die geringen Schädelmasse der drei Wintertiere von der unteren Weser hängen wahrscheinlich mit der bekannten Winter- depression zusammen. In der Liechtensteiner Population sind die kleinen einspitzigen Zähne des Oberkiefers bemerkenswert gross, so dass man viele Gewöll- schädel der Hausspitzmaus zusprechen müsste. Dasselbe scheint auch bei den Feldspitzmäusen in Bayern der Fall zu sein, denn KAHMANN (1952) schreibt, dass «Schädel und Gebissmerkmale so ähnlich sind, dass eine Unterscheidung danach nicht gelingt». (1. c. p. 158). Da dieser Gebissunterschied in den Gebieten, in denen beide Arten nebenein- ander leben, in der Regel deutlich ist (Umgebung von Bonn; s. auch die Abbildung von BAUMANN 1949), wäre es wünschenswert, diesem Problem einmal nachzugehen. — Einen Fall von Oligodontie habe ich bereits 1954 (p. 21, Fussnote) beschrieben. — Biologische Daten und H a a r w e c h s e 1 n o t i z e n : Über die Fortpflanzung habe ich bereits 1954 das Beobachtete mitge- teilt und auch die Pigmentierungsbilder zweier Häute abgebildet. Danach war am 22. Mai ein J säugend und zum zweiten Male mit 7 Embryonen trächtig. Uber die Mauser lässt sich folgendes sagen: Ein Jungtier vom 30. Mai ist noch im ersten Jugendkleid (wenn man annimmt, dass im Nest schon ein Haarwechsel aus dem Erstlingskleid erfolgt; vergl. Wasserspitzmaus), ein fast erwachsenes Ö" vom 22. Mai trägt das erste Alterskleid, das dunkler und dichter ist (ein Pigment- fleck auf dem Rücken bedeutet vielleicht den Abschluss dieser Härung). Die unregelmässige Pigmentierung auf dem Rücken des oben erwähn- ten, alten $ (s. Abb. 6, p. 30 1. c. 1954) vom 22. Mai wird eine Verzö- gerung des Frühjahrshaarwechsels im Zusammenhang mit den Ver- mehrungszyklen sein. — Ein Alttier (ö") ist am 7. August im Sommer- kleid ohne Haarpigment und ein weiteres altes Ö" ist am 6. August vom Kopf bis zu den Hüften ebenso behaart, im kaudalen Teil der Körperoberseite steht altes, dünnes und merkwürdig grau getöntes Haar, es zeigt also ein Stadium der Zwischenmauser. Ein 9 vom 3. No- vember ist oberseits ganz pigmentiert und hat dort überall das eben 204
        

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