Es soll hier aber auch nicht die andere Möglichkeit ausgeschlossen werden, wonach diese Porlezza-Population durch sekundäre Vermi- schung und Bastardierung entstanden sein könnte, denn im warmen Klima sind die Umweltunterschiede zwischen menschlichen Siedlun- gen und dem Freiland weitgehend ausgeglichen und damit eine öko- logische Schranke (zwischen ansich sehr nahestehenden Formen !) aufgehoben, die im Norden besteht. Da aber die ökologische Schranke zwischen Haus- und Feldspitzmaus eine verhältnismässig geringe Be- deutung (gegenüber der ethologischen, s. o.) hat, halte ich diese theo- retische Möglichkeit (Bastardierung) für weniger wahrscheinlich. Es soll aber auf das Problem der Artbastardierung erst in einem späteren Kapitel eingegangen werden (s. S. 285 ff.). — Masse und G e wi c h t : Die Tabelle zeigt die Abmessungen der adulten Tiere aus Liechten- stein, verglichen mit einigen anderen Tieren, die ich in Westdeutsch- land sammelte. Herkunft / Datum K+R Schw. Hf. Gew. CB Schädelbreite Liechtenstein: Schloss 22. V. 77 37 13 (21) g 
19,7 (20,4) 9,5 Schloss 22. V. 76 31 
11,5 12 g 19,2 (19,7) 
9 Matschiis 6. VIII. 76,5 32 
12 11,5 g 18,9 (19,3) 
9,2 Au 7. VIII. 81 36 13 13 g 19,5 -9,5 Rheinau 3. XI. 77 35 11 11 g 
18,4 (19,5) 
9 Schaan 4. I. 70 34 12,5 9,5 g 19,3 (20,5) 9,2 Schaan (Mumie) 19,6 (20,4) 9,3 Schaan Gewöllschädel 18,8 (19,7) (9) 0 76,2 34,1 12,1 13 g 19,2 (20) 
9,2 Gegenüberstellung der Schädelmasse Herkunft CB Schädelbreite 0 Liechtenstein 19,2 (20) 9,2 Ersdorf (Voreifel) 
8. IX. 19,5 (20,5) 9,5 Ersdorf Gefangenschaftstier 
20,2 (20,9) 9,5 Horstedt/Weser (Winter) 18,3 (19,2) 9,1 « « 
18,7 (19,7) 9,3 « 
18,8 (19,8) 9,5 203
        

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