der fürstlichen Sammlung bezw. des Historischen Vereins. Sie zeigen alle die noch zum grössten Teil aufrechtstehenden Mauern des südöst- lichen Wohntraktes und einige auch noch das Tor im westlichen Teil der Ruine. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Burgmauern immer mehr als Steinbruch benützt, besonders beim Bau der alten Schellen- berger Pfarrkirche und des Frauenklosters in den Fünfziger- und Sech- zigerjahren. Da auf der Westseite der Burg die Abtransportmöglich- keiten am günstigsten waren, wurden zuerst, wie die alten Bilder zei- gen, die westliche Ringmaur, der Wohntrakt auf dieser Seite und der grösste Teil des Bergfrieds fast bis auf den Grund abgetragen. Durch die so entstandene breite Bresche auf der Westseite konnte dann das Steinmaterial, das der Abbruch des nördlichen und östlichen Teils der Burg ergab, ebenfalls leicht an die Strasse geschafft werden. Um 1930 war die Burgstelle dicht mit Wald und Gebüsch überwachsen. Damals wurden auf dem Burghügel durch das fürstliche Forstamt eine grössere Anzahl ausgewachsener Tannen und Fichten geschlagen, worauf die Ruine durch Jahrzehnte mit fast undurchdringlichem Gebüsch über- wachsen war. Im Jahre 1926 erschien das wertvolle Werk von Andreas Ulmer «Die Burgen und Edelsitze Vorarlbergs und Liechtensteins». Es behan- delt auch alle Burgen unseres Landes. Alt- und Neuschellenberg bear- beitet der Verfasser im Zusammenhang. In der Darstellung der ge- schichtlichen Verhältnisse übernimmt er die Forschungsergebnisse Johann Bapt. Büchels. Der beigegebene Grundrissplan wurde anschei- nend von Egon Rheinberger aufgenommen und gezeichnet. Er bietet ein gutes Bild der Burganlage, obwohl damals nur mehr ein sehr klei- ner Teil der Mauern aufrecht stand und sich die überwachsenen Mauer- reste im Gelände kaum mehr abzeichneten (Abb. 3). Was an der Plan- skizze nicht st:mmt und was sich erst durch die Grabung abklären liess, soll später erwähnt werden. 13
        

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