ten Typen abspalten können, und nur die Summierung gleichsinniger Gene können, umgekehrt, die stärkste Ausprägung des Merkmals her- vorbringen. Ausserdem mögen modifikatorische Gene und vielleicht auch das genotypische Milieu eine gewisse Rolle spielen. Vielleicht würden Zuchtexperimente die Zusammenhänge deutlich machen. Der rostrote Anflug der Unterseite, den KAHMANN & RÖSSNER (1956) untersuchten und mit an Gewissheit grenzender Wahrschein- lichkeit einer Haarfärbung zuschreiben, die durch die Hauptnahrung der Spitzmaus, den Bachflohkrebs Gammarus hervorgerufen wird, ist bei fast allen Bälgen aus Liechtenstein mehr oder weniger deutlich ausgeprägt. Bemerkenswerterweise wurde das am stärksten gefärbte Tier relativ weit ab von offenem Wasser gefangen (oberhalb Triesen- berg) — ein weiterer Hinweis auf den grossen Aktionsradius und die Wanderfreudigkeit dieser Spitzmaus. — Masse und Gewicht: Den bereits 1954 veröffentlichten al- ten cfÖ" vom Mai (Rheinau) seien drei säugende bezw. abgesäugte $0 aus den Monaten Juli'"), August und November (Triesenberg, Ro- tenboden und Rheinau) gegenübergestellt: K+R Schw. Hf. Gew. cfcT 79 (77, 78, 82) 61,6 (55, 61, 69) 18,7 (18, 19,19) 16,6 (15,15, 20) CB 21,4 (20,7, 21,6, 22) K+R Schw. Hf. Gew. $ $ 88,6 (88*', 88, 90) 68,3 (67, 68, 70*') 18,3 (17,5, 18,19,5*') 17 (16,5, 17*», 17,5) CB *) Jungtier des gleichen Jahres ! 21,7 (21,4, 21,8*. 22,1) Es zeigt sich dabei, dass die 99 aus der späteren Jahreszeit vor allem grössere Körper- und Schwanzmasse zeigen, vielleicht ein Hin- weis auf saisonbedingten Zuwachs im Zusammenhang mit der Ernäh- rung. Im übrigen entsprechen die Masse ungefähr denen, die MILLER (1912) für die Schweiz anführt, wobei interessanterweise die grössten Schädellängen (CB = 22 — 22,2 mm) in tieferen Lagen, nämlich aus 528 m (Züberwangen, St. Gallen) festgestellt wurden (cf. Liechtenstein: Maximum 22,1 mm — Vaduz, Rheinau !). Es scheint sich also auch hier eine gewisse Abhängigkeit vom Nahrungsangebot abzuzeichnen. — Wir fingen die Wasserspitzmäuse von der Rheinau, wo sie die Ufer des schnell fliessenden, relativ tiefen Kanales zwischen Vaduz und 194
        

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