und ist als Inselform nur eine Sonderform dieser weit verbreiteten Westrasse. Die besonders stark pigmentierten Zähne, die der Beschrei- ber 
bei insulae-bellae besonders hervorhebt, sind jedenfalls als solche Lokalsonderheit zu werten. Demgegenüber ist die Nominatform durch dunklere Fellfarbe und geringere Masse gekennzeichnet. STROGANOW (1957) gibt für die Sibirischen Zwergspitzmäuse (Terra typica !) folgende Diagnose: Aus- ser der geringen Grösse (K + R 49,8 — Schw. 36 — Hf. 10,3 — CB 14,9) «verhältnismässig dunkler Pelz. Sommerkleid auf dem Rücken schwarz- braun, manchmal mit kaffee-zimtbraunen Schattierungen . . ». — Ebenso führt KUBIK (1951) bei den Populationen in Polen für die Mehrzahl eine Schwanzlänge von 35 — 38 mm an und zeigt, dass kein Unterschied hierin zwischen Alt- und Jungtieren besteht. — Die hier vorliegenden Serien aus Mittel- und Nordeutschland (Fürstenwaide- Potsdam-Hamburg) sind im Jugendkleid mittelbraun (etwa Bone Brown), im Winter aber tief dunkelbraun (zwischen Clove Brown und Fuscous-Black) und im zweiten Sommer ebenfalls dunkelbraun (Mum- my Brown bis Blackish Brown), die Hamburger Tiere etwa Light Seal Brown. Die Schwanzlängen betragen im Durchschnitt 36,2 mm, die K + R- und CB-Längen 51 resp. 14,8 mm, wobei diese letztgenannten Masse wegen der saisonalen Schwankungen nur bedingt heranzuziehen sind. — MILLER (1912) bringt für den Norden des Festlandes keine Masse, seine Zwergspitzmäuse aus Schottland entsprechen aber mit einer durchschnittlichen Schwanzlänge von 36 mm auch der oben an- geführten Nord- (bezw. Nominat-) Form, während seine Serien aus dem Harz, Frankreich und der Schweiz mit ihren grossen Massen ganz unserer Westrasse zugehören. Damit ist die neue Unterart durch zwei Merkmale gekennzeichnet, die als solche allgemein für Kleinsäuger der Gebirge und des mehr atlantischen Klimabereiches Mitteleuropas gelten, die relativ grossen Körpermasse (vor allem der «Anhänge») einerseits und andererseits die etwas hellere, ins Rötliche ziehende Fellfarbe (cf. von LEHMANN 1961 a). Ich benenne diese Unterart zu Ehren des Herrn Oberlehrer David BECK aus Vaduz, der als Initiator und unermüdlicher Organisator der Ausgrabungen frühgeschichtlicher und prähistorischer Stätten im Lande einen wesentlichen Beitrag auch zur Säugetierkunde liefert. — 189
        

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