der Münzen 1498 oder 1499 von seinem Besitzer vergraben wurde, dürfte im Zusammenhang mit dieser unruhigen Zeit stehen. Teils durch Erbschaft (1507) und teils durch Kauf (1510) (JbL. 60, S. 36 ff.) gelangten Vaduz und Schellenberg an die Grafen von Sulz, «samt den Schlössern, Burgstallen, Dörfern, Landen, Leuten u. s. w.». Aus dem 16. Jahrhundert haben wir keine weiteren Nachrichten mehr über die beiden Schellenberger Burgen. Sie wurden nicht mehr bewohnt und dem Zerfall überlassen. In den Urbarien sind sie gele- gentlich noch als «Burgställ» erwähnt. Mit den beiden Herrschaften Vaduz und Schellenberg kamen sie 1613 in den Besitz der Grafen von Hohenems und seit 1699, als die Herrschaft Schellenberg von den Fürsten von Liechtenstein erworben wurde, waren sie immer im Be- sitz der Landesherren. Mit Schenkungsurkunde vom 9. August 1956 übergab Seine Durchlaucht Fürst Franz Josef die beiden Burgruinen Alt- und Neuschellenberg dem Historischen Verein für das Fürstentum Liechtenstein ins Eigentum. Aus der Zeit vor 1800 sind uns keine zuverlässigen Ansichten der Schellenberger Burgen bekannt. Die Abbildungen in der Anicet'schen Chronik «Schellenberg das ältere» und «Schellenberg das hintere Schloss» hält Ulmer für reine Phantasie-Rekonstruktionen (A. Ulmer, Burgen und Edelsitze, S. 942). Auffallend ist, dass eine Rekonstruktion der Burg Neuschellenberg auf Grund der ausgegrabenen Grundrisse, mit Ansicht von Nordost her, jedenfalls dem Bild, das mit «Schellen- berg das ältere» bezeichnet ist, sehr ähnlich sehen müsste, sowohl was die topographische Gestalt des Burghügels als auch die einzelnen Ge- bäudeteile (Bergfried und Palas) betrifft. (Abb. 1). Aus dem 19. Jahrhundert stammen einige Bilder, welche die Burg Neuschellenberg in schon stark verfallenem Zustand zeigen. Alt Reg.- Chef Dr. A. Frick besitzt eine aus der österreichischen National-Bib- liothek in Wien stammende Photokopie einer Darstellung der Ruine im Jahre 1821. In seinem Besitz ist auch eine Bleistiftzeichnung von Aug. Kayser vom Jahre 1829. Beide Ansichten zeigen die Ruine von Nordwesten her. (Abb. 2). Einige weitere Bilder von K. A. Kayser und Moritz Menzinger, die E. Poeschel in seinem Kunstdenkmälerband für das Fürstentum Liechtenstein aufgeführt hat, befinden sich im Besitz LI
        

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