des Ulrich Imgraben von Feldkirch wäre 1405 
nur eine der beiden Burgen «von denen ab dem Eschnerberg» verbrannt worden'23). Aber die Schlacht bei Bregenz am 13. Jänner 1408 brachte das Ende des Bundes ob dem See und die Eschnerberger kehrten wieder unter ihre früheren Herren zurück, nämlich unter den Bischof Hart- mann und den Grafen Albrecht von Bludenz. Es scheint, dass damals wenigstens die Burg Neuschellenberg wieder instand gesetzt und wohnlich gemacht wurde. Im Jahre 1412, am 31. Oktober, verkaufte Graf Albrecht von Wer- denberg- Bludenz die beiden Schellenberger Vesten und Burgställe mit aller Zubehör an Leuten und Gütern an seinen Tochtermann den Gra- fen Wilhelm von Montfort-Tettnang «zur Abwendung grösseren Scha- dens», um 3846 Gulden und 4 Schilling Heller24). Der letzte Graf von Werdenberg zu Vaduz, Bischof Hartmann von Chur, starb im Jahre 1416. Seinen Besitz am Eschnerberg hatte er schon vorher an seine Stiefbrüder Ulrich Thüring und Wolfhart von Brandis verkauft. Als 1418 auch Graf Albrecht III. von Werdenberg-Bludenz, der Herr von Alt- und Neuschellenberg und des dazu gehörigen Be- sitzes, starb, stritten sich seine fünf Töchter und deren Ehemänner lange um sein Erbe. Erst durch Schiedsspruch des Kaisers Sigismund im Jahre 143425) und durch Vergleich mit dem Grafen Wilhelm von Tettnang und seiner Gemahlin Kunigunde im Jahre 1437"-*') kam der Freiherr von Brandis, Wolfhart III., dessen Gemahlin Verena eine Toch- ter Albrechts war, in den Besitz des ganzen Gebietes der Herrschaft Schellenberg. Von da an blieb die Herrschaft Schellenberg immer bei den Inhabern der Grafschaft Vaduz. Wir dürfen annehmen, dass zu Beginn des 16. Jahrhunderts die beiden Schellenberger Burgen noch intakt waren; sicher war dies bei Neuschellenberg der Fall, denn Ludwig von Brandis unterzeichnete 1505 einen Revers, in dem er dem Hause Österreich die Burgen Vaduz und Schellenberg offenhielt27). Alt- und Neuschellenberg sind in der sogenannten «Landesrettung» (1505) als nicht mit Geschütz versehen erwähnt28). Es scheint, dass auch im Schwabenkrieg die Schellenberger Burgen unbehelligt blieben. Ein grösserer Münzfund aus dieser Zeit, der 1931 in der Nähe von Altschellenberg gemacht wurde und der nach Ausweis 10
        

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