Westform zuzuteilen; der braune Fleck auf der Brust ist jedoch stark reduziert und verwaschen von einer weisslichen Aufhellung, die die gesamte Unterseite vom Kinn bis zum After durchsetzt. Zwei Igel aus Schlesien gehören jedoch schon der Ostform an — die gesamte vordere Hälfte der Unterseite ist weiss, die hintere Hälfte (Bauch) ist braun, wobei nach den Seiten eine Fleckung und eine Vermischung durch weisse, lange Grannen vorliegt. Ganz ähnlich ist die Unterseite zweier Wanderigel (Erinaceus algirusj, die wir aus den Bergländern Ost- Marokkos haben: Der vordere Teil der Unterseite ist weiss, der hintere Teil des Bauches kräftig braun, in einem Falle durch blasse Haare aufgehellt. — Andererseits ist von den Trockengebieten West-Marokkos eine helle, weissbäuchige Unterart beschrieben 
worden (lavaudeni), und ebenso haben die mir hier vorliegenden Bälge der gleichen Art aus Tunesien und von der Insel Mallorca eine rein weisse Unterseite, die dann aber auch bei den südlichen Vertretern des Eurasischen Igels (Erinaceus europaeus) in der der gleichen Reinheit auftritt — absolut weissbäuchig sind z. B. die hier vorliegenden Igel aus Portugal, der grösste Teil der mittelspanischen Tiere (cf. J. NIETHAMMER, 1956), und die beiden Bälge aus der Gegend von Terni in Italien sind so hochgradig aufgehellt, dass der braune Brustfleck nur ganz schwach angedeutet ist. Ebenso berichtet BAUER (1960) über die auffällige Helligkeit der Igel (Ostigel) vom Neusiedler See (als Glieder der sog. pannonischen Steppenfauna): «In der Färbung fallen die Neusiedlersee-Tiere durch ihre Helligkeit auf. Von den 3 Bälgen und 24 lebenden Tieren hatte nur ein einziges Stück, ein männliches Jungtier (Nr. 52/350), ausgedehnte dunkle Partien auf der Unter- seite. Acht der lebend untersuchten Tiere zeigten Zeichnungen, wie sie HERTER (1952) unter V und VI abbildet, die anderen 16 lebenden Stücke und auch die beiden Bälge haben die Unterseiten von der Schnauzenspitze bis zur Schwanzwurzel weiss, ohne jede Einsäumung durch dunkle Haare . . . ». Auf derartige Konvergenzerscheinungen komme ich bei der Be- sprechung der Schädelelemente nochmals zurück. Körpermaße: K + R 288, Schw. 24, Hf. 44, Ohr 28 mm. — MILLER (1912) führt für zwei Igel aus St. Gallen folgende Maße an: K + R 279 und 297, Schw. 41 und 43, Hf. 44 und 47. Unser Stück enspricht also in den Körperabmessungen etwa der ostschweizer Population. 169
        

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