ihren ökologischen Ansprüchen und ihren Einwanderungswegen nach verschiedenen — Artengruppen und schliesslich das Problem der ausserartlichen Konkurrenz in den begünstigten Lebensräumen. Darüberhinaus bot die Rheintalseite des Landes eine gute Gelegen- heit, den Fragen nach der historischen Besiedlung durch mehr autoch- thone (alpine) oder vom Norden und Westen (cf. JANETSCHEK 1961, s. u.) eingewanderte Formen nachzugehen, wobei das breite Eingangs- tor der Rheinsenke seit dem Rückzug des Gletschers praktisch allen westeuropäischen Säugetierarten den Weg öffnete. Hierbei war es von besonderem Interesse, nachzuprüfen, ob und wieweit die Einwanderer morphologisch und ökologisch ihren Charakter, z. B. als Tiere der ariden Steppen und Buschsteppen verloren mit dem Eindringen in die Moor- und Sumpfwaldgebiete des Rheintales. Wisent und Auerochse, Elch und Biber fanden sich — neben Steinbock und Gemse ! — noch in den Speiseresten der neolithischen bis römerzeitlichen Siedlungen am Eschnerberg und in Schaan (WÜRGLER 1958, HARTMANN-FRICK 1960), und andererseits musste sich die — wahrscheinlich frühzeitig — einwandernde Feldmaus, als ursprünglich xerophiler .Halbsteppen- bewohner, mit den feuchten Wald- und Überschwemmungsgebieten auseinandersetzen. Dies gilt bis zu einem gewissen Grade für andere, aus trockeneren Gebieten einwandernde Kleinsäuger (Spitzmäuse) ebenfalls, worüber im Zusammenhang mit der Färbung und der Bio- tcpwahl dieser Tiere noch zu berichten sein wird. Die Gebiete östlich des oben erwähnten Kammes und der Wasser- scheide des Gebirges, d. h. das Saminatal mit seinen Seitentälern, dem Valorsch und dem Malbuntal, das zur Vorarlberger III entwässert, waren als Hochtäler für meine Untersuchungen insofern von Bedeu- tung, als hier neben der vertikaln Ausbreitung einiger Arten vor allem auch die Abhängigkeit von der Pflanzendecke und den klimatischen Bedingungen im Vergleich zur sonnenseitig orientierten Rheinabda- chung studiert werden konnte. — 43 wildlebende Säugetierarten konnten in Liechtenstein nachge- wiesen werden, und es ist bemerkenswert, dass mit Ausnahme zweier Huftiere alle Arten innerhalb des kleinen Raumes zwischen Vaduz- Triesen-Silumer Kulm festgestellt werden konnten. — (s. Karte I). 166
        

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