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Burg Neuschellenberg zum erstenmal in einer Urkunde genannt («zu der Nüwen Schellenberg»). Neben den Herren der beiden Burgen Alt- und Neuschellenberg hatten aber auch die Grafen von Sargans zu Vaduz und die Grafen von Montfort-Feldkirch Besitz an Leuten und Gütern am Eschnerberg. Nach dem Tode des letzten Grafen von Montfort-Feldkirch, Rudolf IV., im Jahre 1390 kam dessen Besitztum am Eschnerberg an den Grafen Heinrich zu Vaduz. Damit hatten die Herren zu Vaduz ein macht- mässiges Übergewicht am Eschnerberg erlangt. Im Jahre 1391 verkaufte Graf Albrecht von Werdenberg-Heiligen- berg an Heinrich Stöcklin zu Feldkirch seinen Anteil an dem zum Domkapitel von Chur gehörenden Zehnten der Burg Altschellenberg20). Am 18. August 1391 schloss Graf Albrecht von Bludenz mit seinen Untertanen und den Leuten der Grafschaft Feldkirch einen Bund auf 40 Jahre, gegen jedermann, ausgenommen die Herzöge von Österreich. In diesem Vertrag sind als Partner auch genannt «die Burgherren baid uff der Alten und Nüwen Schellenberg und Alle lüt, die zue den selben zwain Vestinen gehörent»21). Dieses Bündnis war wohl in erster Linie gegen die Grafen von Vaduz gerichtet. 1394 gelobt Graf Albrecht von Werdenberg-Bludenz neben andern Vesten auch Alt- und Neuschellenberg den österreichischen Herzögen offen zu halten22). Nach einer Urkunde im Regierungs-Archiv verkauft ein «Kunz im Holz» im Jahre 1394 sein Gut bei der «Neuen Schellen- berg». Als 1405 der Appenzeller Krieg ausbrach, und die Appenzeller in der Schlacht am Stoss siegreich gewesen waren, verlangten auch die Leute am Eschnerberg in den «Bund ob dem See» aufgenommen zu werden. Am 21. Juli 1405 wurde vom Ammann und den Landleuten am Eschnerberg der Bund beschworen. Peter Kaiser berichtet darüber: «Die Leute am Eschnerberg freuten sich des Bundes und der durch ihn erlangten Freiheit, und weil überall dem gemeinen Mann von den Burgen aus viel Überdrang, Schaden und Gewalt zugefügt ward, mach- te sich alles daran, diese Sitze der Zwingherrschaft zu zerstören. So brachen die Leute am Eschnerberg die Burgen Alt- und Neu-Schellen- berg und gaben sie den Flammen preis». (Kaiser, S. 219). Sie teilten dieses Schicksal mit fast allen Burgen im Umkreis. Nach der Chronik 9
        

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