Beginn der Bauarbeiten vorher nicht gemeldet und der grössere Teil der Funde erst nachträglich von den Arbeitern übergeben. Die Arbeit wurde vorübergehend eingestellt und es konnte noch ein Grab freigelegt werden, das aber keine Beigaben aufwies. Aus einem bereits angeschnittenen Grab konnte noch ein schlecht erhaltenes Eisenmesser geborgen werden. Von den Arbeitern wurden übergeben: 1. Ein 
zweischneidiges Schwert (Spatha), nach der Konservierung durch J. Elmer vom Schweiz. Landesmuseum noch 55 cm erhalten, Spitzenteil fehlt. 2. 
Ein Spalhafragmenl (Griffteil), 30 cm lang. Eine Röntgenaufnahme an- lässlich der Konservierung zeigt Damastverzierung. 3. Fragment 
eines einschneidigen Schwertes (Sax). Griff fehlt. Noch 29,5 cm lang. 4. 
Eiserne Rückenplatte eines Gürtelbeschlägs (unverziert). 5. 
Ein Haken (Gürtelhaken ?) aus Eisen. 6. 
Eine Pflugschar aus Eisen, 15,5 cm lang. Wurde aus dem Aushub geborgen und es war nicht festzustellen ob sie auch aus einem Grab stammt. Funde verschiedener Perioden SCHAAN (Krüppel) Auf dem von den Brüdern Ing. Peter Rheinberger und Dr. Rudolf Rheinberger entdeckten prähistorischen und römischen Siedlungsplatz «Auf Krüppel» oberhalb Schaan (820 m. ü. M.) wurde 1961 eine Son- dierung und 1962 eine grössere Grabung ausgeführt. Einzelne Funde lassen eine Besiedlung des Platzes schon im Neolithikum vermuten. Nach Ausweis der reichlich vorhandenen Keramik lagen aber die Schwerpunkte in der Späten Bronzezeit und in der Jüngeren Eisenzeit. Melauner Keramik ist gut und Schnellerware häufig vertreten. Von Waldhirt Kaspar Walser zuerst beobachtete Mörtelspuren auf der Südseite des Hügels führten zur Auffindung der Grundmauern eines Gebäudes aus spätrömischer Zeit, datiert durch ein schönes, grüngla- siertes Krüglein und 5 Münzen aus der Zeit von 330 — 354. Interessant sind auch die vielen beisammen gefundenen, durch Schnitzereien verzierten Knochenplättchen, die möglicherweise zu einer Schmuck- schatulle gehörten. 154
        

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