Bischof Friedrich im Spätherbst 1288 von einem Kriegszug in den Wal- gau heimkehren wollte, wurde er von den Werdenbergern und Schel- lenbergern in der Au bei Balzers geschlagen und gefangen genommen1-). Als es nicht gelang die äbtische Feste Clanx im Appenzell durch Belagerung einzunehmen, wurde der äbtische Befehlshaber von Mar- quard von Schellenberg mit 70 Mark Silbers bestochen, worauf Clanx übergeben wurde1'5). Erst zu Anfang des 14. Jahrhunderts gelangen die beiden Burgen Alt- und Neuschellenberg allmählich ins Licht der Geschichte. Nach Peter Kaiser kam das Besitztum der Herren von Schellenberg auf dem Eschnerberg im Jahre 1317 an die Grafen von Werdenberg-Heiligen- berg zu Bludenz14). Der Verkäufer war, wie ein altes Vaduzer Urbar berichtet, ein Marquard von Schellenberg. Dieser war, nach Büchel, ein Sohn des Gründers der Linie der Schellenberg zu Wasserburg15). Unklar ist die Herkunft eines gewissen Ritters Heinrich Ramung, der kurz vorher im Besitz der Burg Neuschellenberg gewesen sein soll, sie dann aber 1317 an den Ritter Heinrich von Schellenberg verkauft hatte, von dem sie Marquard erwarb und anscheinend noch im gleichen Jahr an die Grafen von Werdenberg-Heiligenberg weiterverkaufte10). Ritter Heinrich von Schellenberg veräusserte im Jahre 1318 auch noch die weiteren ihm verbliebenen Besitzungen am Eschnerberg, so den Kir- chensatz (das Patronatsrecht) an der Kirche von Mauren, an Rudolf den alten Ammann zu Feldkirch17). Damit verschwindet die Familie der Herren von Schellenberg aus unserer Gegend. Wir treffen sie in jener Zeit bereits im bayerischen Gebiet, in Lautrach an der Hier. In keiner Urkunde finden wir aber die Burgen Alt- und Neuschellenberg im Zusammenhang mit den Herren von Schellenberg erwähnt. Erst 1348 wird Altschellenberg das erstemal in einer Urkunde genannt. In diesem Jahre vermachte Johann von Riedberg die Festen Riedberg und Hohen- juvalt den Herren Hermann und Beringer von Landenberg-Greifen- see. In der Urkunde heisst es: « Dies beschach vor der alten Schellenberg, vf des Riehes offener Lantstrasse . . . . »18). Im 14. Jahrhundert sitzen auf der Burg Neuschellenberg die Maier von Altstätten als Vögte der Grafen von Werdenberg-Heiligenberg zu Bludenz. Mit einem Brief, datiert: Neuschellenberg, 15. Oktober 1364, vermacht Walther Maier von Altstätten, der Ältere, dem Domkapitel Chur seine Leibeigene Anna Rütnerin zu Lums (Gamprin)1!l). Hier ist 8
        

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