Fundberichte Neolithikum SCHELLENBERG (Burgruine Neuschellenberg) Während der Ausgrabung der mittelalterlichen Burgruine Neu- schellenberg wurden an einigen Stellen des Burgareals neolithische Funde gemacht. Es handelt sich fast durchwegs um Steingeräte. An neolithischer Keramik wurden nur einige kleine, grob gemagerte, untypische und stark abgewitterte Reste gefunden. Die Fundstücke lagen im Löss, der beim Burgenbau zur Auspla- nierung verwendet wurde. Sie befanden sich also in sekundärer La- gerung. Eine eigentliche Kulturschicht konnte nirgends festgestellt werden. Der neolithische Fundplatz «Borscht» liegt etwa 400 Meter nordöstlich der Burgruine. Wahrscheinlich bestand aber auch auf dem Burghügel ebenfalls eine neolithische Siedlung, deren Kulturschicht beim Burgenbau grösstenteils abgeräumt wurde, wie etwa bei den Bur- gen Gutenberg (Balzers) und Altschellenberg. Einige der besseren Funde an Steingeräten hat W. A. Graf im Mass- stab 1:2 für diesen Bericht gezeichnet (s. Abbildung). 1. Kleines, zierliches und schön 
geschliffenes Steingerät (Meissel) aus hellem Grünstein, Länge 5 cm. 2. Steinbeilchen aus dunklem Serpentin, Länge 6 cm. 3. Steinbeil aus hellgrünem Serpentin, stark abgebraucht, noch 7,8 cm lang. 4. Steingerät, Serpentin, hellgrün, mit Schleifspuren auf einer Kante, Länge 7,5 cm. 5. 
Kleiner Meissel, heller Serpentin, 4,1 cm lang. 151
        

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