Abb. 3. Verziene Tonspulen. 1—4 St. Georg bei Berschis; 5 Mels/Castels. M. 1:3 von verschiedenen Längen und Durchmessern gefunden, davon einige mit querdurchlochtem Schaft, sowie eine mit einer merkwürdigen Rille; von Verzierung ist nicht die Rede 
lä). Ein querdurchbohrtes Stück mit einfacher Kerbzier auf den Rändern kommt von Zürich-Wollishofen (Haumesser) 
1S). Vom Ebersberg/Berg am Irchel ZH waren schon J. Heierli Spulen bekannt, während er Fundorte von solchen in bronze- und steinzeitlichen Pfahlbauten nicht im einzelnen aufführt14). Eine grössere Zahl Tonspulen kam schliesslich auf dem Kestenberg/Möriken AG und auf dem Wittnauer Horn/Wittnau AG zutage 
lä). Zweifellos gibt es noch weitere spulenführende Fundplätze, doch waren dieselben in der uns nur beschränkt zur Verfügung stehenden Literatur nicht auffindbar; möglicherweise wurden die scheinbar wenig bedeutungs- vollen Objekte auch nicht immer aufgeführt. Bei der Sichtung des Tonspulenmaterials ist vorab festzustellen, dass auf verschiedenen Fundplätzen verzierte und unverzierte Fundstücke nebeneinander vorkommen; wenn bei den stratigrafischen Grabungen auf dem Montlingerberg im einen Horizont zwei unverzierte, im an- dern drei verzierte erscheinen16), möchte man dies als eher zufällig betrachten. Auffallend ist dagegen, dass in den Seeufersiedlungen des Zürichsees und auf den Höhensiedlungen im Jura die meisten Stücke unverziert sind und sich der Schmuck allenfalls auf bescheidene Fin- gertupfen und Nagelkerbung an den Rändern beschränkt, während die Stationen im Alpenrheintal und in etwas geringerem Masse die Insel Werd Spulen mit mannigfaltigster Ausschmückung der Scheibenflächen hervorbringen. Am reichen Material vom Montlingerberg lassen sich die verschiedenen Zierschemata sehr schön aufzeigen. Weitaus am häufigsten begegnet man dort dem Kreuzmuster, das von einfacher bis zu sehr reicher Ausprägung erscheint (Abb. 2, 1 — 6). Es wird daneben 145
        

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