weisse Reste der ehemaligen Inkrustierung. Im übrigen ist die Spule auf einer Seite etwas deformiert und von poriger Struktur (in der Zeichnung ist diese Zone punktiert angedeutet), was auf Hitzeein- wirkung und Verglühen des Materials zurückzuführen ist. Das vierte Stück endlich ist das schönste (Abb. 1, 5). Die beiden Schei- benflächen sind gleich gross, nahezu kreisrund und eben, die Ober- fläche sauber geglättet. Beide Felgen sind mit dem bereits beschrie- benen tannreisähnlichen Kornstichmuster verziert, das hier jedoch auf beiden Felgen in gleicher Richtung läuft. Die Scheibenflächen schmückt je eine Kreuzverzierung mit einem durchlaufenden und zwei anschliessenden dreilinigen Balken, flankiert von schräg ge- stellten Kornstichreihen. Zierrillen und Kornstich weisen zahlreiche Reste der ehemaligen Inkrustierung auf. Der Ton aller vier Spulen ist fein gemagert, der Brand bei zweien ziegelrot bis grau (Abb. 1, 3 und 6), bei den beiden andern hellbraun (Abb. 1, 4 und 5). Der Tonspulenfund von Vaduz bietet die willkommene Gelegenheit, die übrigen bisher in Liechtenstein bekannt gewordenen Stücke vorzu- legen, wie auch den entsprechenden Funden der näheren und weiteren Nachbarschaft nachzuspüren. Von der Lutzengüetle-Grabung 1944 
l) stammt eine Spule (Abb. 1, 7), welche einen etwas weniger gedrungenen Eindruck macht und deren Endflächen nicht plan, sondern kalotten- bzw. leicht kegel- förmig gebildet sind. Darauf finden sich in etwas unsorgfältiger Manier ein dreiliniges und ein zweiliniges Kreuz und in den Sektoren kurze, vorwiegend vom Rand gegen das Zentrum gerichtete Schrägstriche. Die ganze seicht eingedrückte Verzierung war nicht inkrustiert. Der Ton ist fein gemagert und rot bis grau gebrannt. Der Gesamtpublikation des Materials vom Grabungsplatz Krüppel oberhalb Schaan vorgreifend, werden zwei Spulen und das Fragment einer solchen hier schon vorgelegt, welche 1961 und 1962 gefunden wurden. Alle drei sind verziert. Die eine zeigt nur schwach eingedrückt und ohne jede Inkrustation eine Kreuzverzierung mit sich schneiden- den Mittellinien und im Winkel zusammenstossenden Seitenlinien, dazu — jedoch nur noch teilweise und schwach erkennbar — nach dem Zentrum weisende Doppelwinkel in den Sektoren (Abb. 1, 9). Ein Fragment zeigt auf der Scheibe eine seichte Mitteldelle, um die sich ebenfalls wenig eingetieft ein Tupfenkreis, eine Kreislinie und wieder 142
        

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