Fenkera und Igraben - zwei Schaaner Flurnamen von Alexander Frick Normalerweise wird von Flurnamenforschern einfach das Resultat einer mitunter recht komplizierten und langwierigen Untersuchung bekanntgegeben. Ich möchte im folgenden anhand von zwei, den heu- tigen Menschen nichts mehr sagenden Flurnamen dartun, wie ver- schieden die Problemstellung von Fall zu Fall ist, wie etwa Lösungs- versuche als vergeblich aufgegeben werden müssen und wie schluss- endlich doch eine überzeugende Antwort gefunden werden kann. Die Flur- und Ortsnamenforschung hat in unserer Region in früheren Jahrzehnten infolge teilweise geradezu widersprechender Deutung durch verschiedene Forscher etwas an Kredit verloren. Es sei hier in diesem Zusammenhang an die diesbezüglichen scharfen Auseinander- setzungen zwischen zwei bedeutenden Männern in der Nachbarschaft erinnert. Der Hauptfehler lag m. E. im Umstand, dass man mitunter allzu rasch mit einer Erklärung aus dem keltischen oder romanischen Wörterbuch zur Hand war. Vielleicht sind die nachfolgenden Zeilen dazu angetan, nebenbei auch das etwas angeschlagene Ansehen dieser interessanten und wichtigen Sparte unserer Vereinsaufgabe ein wenig zu heben. I. FENKERA Weit draussen im topfebenen Schaanerfeld, umgeben von den fast ausschliesslich deutschnamigen Fluren Heid, Bofelgätterle, Mähder, Unterau und Schafwinkel, liegt ein nicht allzu grosser Wiesenkomplex mit dem nicht alltäglich klingenden Namen «Fenkera». Ich will aber gleich hinzufügen, dass man ebensoviel «Fenken» und auch «Fenkere» hören kann. Mit Fenkera aber ist nun einmal diese Flur im Über- sichtsplan 1 : 10 000 (Blatt Schaan) eingetragen. In der Flurnamen- sammlung von Josef Ospelt (1911) ist die Aussprache dieser Bezeich- nung mit «uf dr Fenkera» angegeben. Ich will mich an diese offizielle Schreibweise halten. 125
        

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