Im Anschluss an die Ausgrabung wurde schon im Jahre 1962 mit den Konservierungsarbeiten begonnen. Gleichzeitig wurde auch noch ein Teil der Vorburg und des Burggrabens ausgeräumt. Das dort lie- gende Steinmäterial konnte bei der Ergänzung und Erhöhung der teil- weise bis fast auf den Felsgrund abgetragenen Mauern verwendet werden. DIE LAGE DER BURG Im liechtensteinischen Unterland zieht sich von Bendern am Rhein gegen Nordosten zu ein langgestreckter Höhenzug bis hinein ins Vor- arlbergische, in die Nähe von Feldkirch. Es ist dies der Eschnerberg, oft auch Schellenberg genannt. Dieser Höhenzug, reich gegliedert durch zahlreiche Kuppen und Tälchen, gehört geologisch der Helvetischen Kreideformation an und stellt eine Verbindung des Helvetikums zwi- schen der Alviergruppe und den Vorarlberger Kreideketten her (Vergl. R. Blaser, Geologie des Fürstentums Liechtenstein, JbL. 52/5 ff.). Durch zahlreiche Einzelfunde und durch systematische Ausgrabun- gen hat sich dieser «Inselberg» im ehemals versumpften Rheintal als bevorzugtes Siedlungsgebiet erwiesen, dessen Besiedlung schon in der Jungsteinzeit, im 4. Jahrtausend v. Chr., eingesetzt hatte und sich seit- dem durch alle prähistorischen und geschichtlichen Perioden konti- nuierlich fortsetzte. Zwei Burgen, Alt- und Neuschellenberg, beide im Gebiet der heuti- gen Gemeinde Schellenberg gelegen, krönten im Mittelalter die Höhen des 
Eschnerberges. Altschellenberg, wie der Name sagt die ältere, liegt etwa 400 Meter nordwestlich des Dorfkerns von Mittelschellenberg auf einer Kuppe von nur geringer Höhe, mit Steilhang gegen den Rhein und das Dorf Ruggell zu. Eine weitreichende Aussicht ist hier nur gegen Norden zu offen. Die Burganlage war nicht gross und von den Mauern ist heute nur mehr sehr wenig sichtbar. Etwa 700 Meter nordöstlich der Kirche von Mittelschellenberg steht auf aussichtsreicher Höhe die Ruine der 
Burg Neuschellenberg. Diese war um ein bedeutendes grösser als Altschellenberg und von ihren Mauern war zu Beginn der Ausgrabung, wie noch ausgeführt wird, einiges erhalten. 4
        

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