Georg Wilhelm Gressner aus Messkirch der Maler des Hochaltarblattes in der Liebfrauenkapelle zu Triesen und das Schicksal seiner Tochter Anna Katharina von Ludwig Welti Als ich im 60. Jahrbuch die ansprechende, gut bebilderte Abhand- lung von Otto Seger über die Altarbilder der Kapelle Unserer Lieben Frau zu Triesen aufmerksam durchlas, fiel mir bei der überraschenden Feststellung der Signatur des Künstlers «G. W. Gresner 1654» sofort ein, dass mir dieser Name in den von mir exzerptierten Wiener Reichs- hofratsakten schon einmal begegnet sein müsse, dass mir aber damals kein Werk dieses mir auch sonst völlig unbekannten Barockmalers geläufig gewesen sei. Ich nahm diese Exzerpte1) alsbald wieder zur Hand und fand, dass dieser bisher in der Kunstgeschichte als Konstanzer Meister bezeichnete «fürneme Maller» Georg Wilhelm Gressner von Messkirch sich mit seiner von Ochsenhausen gebürtigen Hauswirtin Anna Mayrin als österreichischer Herrschaftsmann unter das Amt Altenburg in das Kell- hofgericht Weiler begeben habe, dahin Steuern bezahlt und alles gege- ben und getan habe, was er seiner Herrschaft schuldig gewesen sei, dass aber dieses Ehepaar am 7. Juli 1678 bereits als verstorben ange- führt werde'-). An diesem Tage berichteten nämlich die Bregenzer Vogteibeamten Franz Apronian Pappus, Diethelm Jelin und Franz Anton Klainbrodt an die Regierung nach Innsbruck, dass Graf Franz Karl von Hohen- ems die eheleibliche Tochter dieses Paares, Anna Katharina Gressnerin, ein lediges Weibsbild, lange Zeit bei sich herumgezogen und mit vie- len Versprechungen3) «hinderführet» haben solle, sie aber jetzt bereits ein halbes Jahr lang auf seiner Festung in schwerer Gefangenschaft halte. Ihre Schwester Maria Dominika habe sich darüber bei ihnen 106
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.