— 105 — ging ich zu Hr. Maier. Er sagte mir manches — unter amlerm: dass Schafhäutl von allem wisse, und zeigte mir jene Liste: wo ich schnell hineinblickte und Schafhäutl — 2 fl monatl. las. Er ist ganz der Alte. Hernach ging ich zu Perfall mit Hr. Maier. Er war erfreut mich zu sehen und ungemein freundlich. Sagte mir manches über den Verein . . . Heute früh ging ich mit meiner «Oper» zu Schafhäutl und spielte sie ihm vor. Er sagte, ich müsse sie Hr. Lachner zeigen und ich solle recht oft kommen und viele Grüsse . . . Hr. Maier sagte, ich brauche die Beiträge nicht selbst zu holen, auch nicht hingehen, er werde jemanden hinschicken. Nur zu Lachner soll ich gehen und ihm danken. Dienstag werde ich hingehen. Morgens samstags bekam ich meinen Überrock. An der Cholera sterben hier nur wenige mehr täglich. Von meinen näher Bekannten beinahe niemand. — Hier ist es ganz warm wie im April. Hr. Herzogs Nachfolger in der protestantischen Kirche und Conservatorium ist bestimmt: ein W. Scherzer aus Stuttgart. Jetzt werde ich sogleich Hr. Herzog und Wolfinger schreiben. — Bisher ging alles gut, gebe Gott, dass es nur so gut gehe. Lisis Bestellung werde ich dieser Tage ausrichten und ihm dann zuvor schreiben. Es grüsst alle und besonders Sie, teuerste Eltern Ihr dankschuldiger Sohn Jos. Rheinberger. * Theuerste Eltern ! Sie werden meinen letzten Brief gewiss erhalten haben, obschon ich keinen von Vaduz erhielt. Ich habe diesmal wenig Neues hinzu- zufügen — als dass ich immer mit meiner Oper beschäftigt bin. Hr. Leonhard hat sie gegenwärtig in Korrektur und ist ausserordentlich damit zufrieden. Hr. Prof. Schafhäutl lässt alle grüssen. Ich bin oft dort. Vorgestern (Montag) lud er mich ein, mit ihm zu essen — um mich Hr. Graf Salis zu präsentiren, welcher nach mir einigemale ge- fragt haben soll. Auch er lässt alle grüssen. Ferners war ich bei Lach- ner. Er war sehr freundlich, gibt mir nun Billette in alle Konzerte und Unterricht, so oft ich hinauf gehe. Ferners bei Häuser (Direktor), welcher sehr frappirt war, dass ich ihn besuchte. Übrigens war er freundlich, teilte mir seine Ansichten mit — die übrigens unsinnig
        

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