— 102 — Theuerster Vater ! Eben, als ich den lsten Brief auf die Post trug, begegnete mir Hr. Prof. Maier und sagte: ich solle Ihnen unverzüglich schreiben, dass Sie die Eingabe nebst Zeugnissen sogleich nach Wien schicken sollen, weil der Fürst zu der Vermählungsfeier des Kaisers von Slavonien eigens nach Wien gekommen und bald abreisen werde — dass, wenn Sie die Eingabe nicht an Canzleidirektor v. Baumann schicken wollten, es an S. Durchl. selbst schicken, jedoch v. Baumann davon benach- richtigen sollen, weil er die Sache leiten will. — Hr. Professor Maier lass sich empfehlen. Was macht die liebe Mutter? und der Toni? David und Peter — sie sollen mir wieder ein- mal schreiben. Soeben hat mir Hr. Herzog den Probedruck der mir gewidmeten Orgelstücke gezeigt — bis 14 Tag werden sie öffentlich erscheinen. Ich bin Gottlob ! immer gesund — was ich auch von Ihnen hoffe. Ihr dankschuldigster Sohn Jos. Rheinberger. Dem Mali, Seffa und Lisi meine Grüsse u. allen Bekannten. * München, den 29. 5. 54. Theuerste Eltern ! Es freute mich unendlich, aus Ihrem letzten Briefe (den ich sammt beiliegenden 26 fl letzten Samstag empfing) entnehmen zu können, dass Sie sich wohl und zufrieden befinden. Jedoch befremdete mich Ihr Stillschweigen über 2 Dinge sehr, nämlich wegen jener unange- nehmen Commission und wegen meiner Märsche24) — sollte sie Peter denn nicht erhalten haben? — was mir sehr unlieb wäre. — Es freute mich auch, dass wir nun keine Kuhschellen von Glocken mehr haben. Hr. Pfr. Woljinger, dächte ich, habe sich wegen dem Fis-ton, wenn nicht ganz unrichtig, doch etwas stark ausgedrückt — allerdings hat Fis-dur nicht das Erhabene des C — das Feierliche des
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.