— .1.2 — Fürstabt Rupert von Kempten in seiner dreissigjährigen Tätigkeit für unser Land erworben hat. Er war der eigentliche Herr in wirren Zei- ten und die bestimmende Kraft, welche den Übergang an das Haus Liechtenstein bewirkte. Das Fürstenhaus Es wäre nicht am Platze, hier eine ausführliche Geschichte des Hauses Liechtenstein wiederzugeben. Im zwölften bis vierzehnten Jahrhundert nehmen Angehörige des Geschlechtes der Herren von Liechtenstein wichtige Stellungen als Heerführer und Staatsmänner in Österreich ein, treu zu den Landesherren haltend. Dann sank das Geschlecht in seiner Bedeutung etwas ab, bis es zu Beginn des siebzehnten Jahrhunderts zu neuem Glanz und neuem Ruhme kam. Karl I. und seine Brüder Maximilian und Gundacker sind es, welche für ihre Verdienste in den Fürstenstand erhoben werden. Jakob von Falke schreibt in seiner «Geschichte des fürstlichen Hauses Liechtenstein»: «Karl I. gilt mit Recht als der Begründer der erneuerten Macht und des gegenwärigen Ansehens des Hauses. Es waren die unruhigsten und gefahrvollsten Zeiten des Hauses Öster- reich, in welche Karls männliche Jahre fielen. Energisch, gewandt, mit weitem staatsmännischem Blick begabt, hielt er zu der Partei, welche politisch betrachtet die modernen Ideen für sich hatte und Österreichs Zukunft trug». Schon als junger Mann steigt er zu hohen Ämtern in Mähren auf, wird Landeshauptmann und Oberstlandrichter, dann bald Präsident des geheimen Rates des Kaisers Rudolf IL, der in Prag residierte. Dort war er schliesslich als Obersthofmeister Inhaber des höchsten Hof- amtes. Immer wieder streckt er dem Kaiser und dem Reiche, die in der Zeit des fünfzehnjährigen Türkenkrieges in Nöten waren, sehr grosse Beträge vor, für welche er seine Güter verpfänden musste. Fürst Kart von Liechtenstein. (Von einem unbekannten Meister). Aus der fürstlichen Gemäldegalerie.
        

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