— 89 — schon so viel nachgedacht und studirt, weiss aber nichts zu finden, denn hiesige Studenten geben Unterricht zu 6 +er per Stunde ! Gott jedoch wird weiter helfen, hat er ja bis jetzt auch geholfen. Ich mei- nentheils werde wie bisher trachten, fleissig und brav zu bleiben — denn nur dadurch ist es mir möglich, Ihnen, Bester Vater ! meine Dankbarkeit für ihre väterliche Liebe einigermassen an den Tag zu legen — gebe Gott seinen Segen dazu. Ihr dankbarster Sohn Joseph Rheinberger. + Der nachfolgende Brief ist sehr flüchtig geschrieben: München, d. 15. 7. 53. Theuerster Vater ! Weil nun die Prüfungen geendet und ich meine Zeugnisse schon eingesammelt habe, so denke ich, morgen Samstag, den löten ö Uhr früh abzureisen und 9 
1/4 in Lindau einzutreffen; würde also wahr- scheinlich Sonntag Mittag in Feldkirch ankommen, wo es mich sehr freuen würde, wenn Sie mich mit dem Peter abholen würden. Viele herzliche Grüsse an alle Unsern — mündlich mehr von Ihrem dankbarsten Sohn Joseph Rheinberger, (in grösster Eile) •k München, den 24. 9. 53. Theuerste Eltern ! Durch Ihre Güte wieder in den Stand gesetzt, mein Studium fort- setzen zu können, ist es meine erste Pflicht, Sie von meiner Ankunft dahier in Kenntnis zu setzen. Nachdem ich in Lindau von Ihnen Abschied genommen, besich- tigte ich alles (wenige) Merkwürdige der Stadt, besonders aber den Eisenbahndamm. Hernach dachte ich immer nur daran, wie Sie jetzt
        

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