— 57 — 11) Bei den Budgetberatungen i. J. 1870 beschloss der liechtenst. Landtag die Wegmaut, welche dem Lande in den letzten Jahren 300 bis 400 fl. einge- bracht hatte, aufzuheben. I. J. 1865 ergab die Wegmaut beim Zollamt Balzers 59 fl., in Vaduz 7 fl., in Schaan 18 fl., in Bendern 130 fl. und in Schaanwald 124 fl. 12) Zur Zeit des Vertragsabschlusses war der Verkehr über den Rhein nur über Rheinfähren möglich. Die Fahr zu Ruggell verlieh 1394 der Graf von Werdenberg als Erblehen, die Fahr von Bendern-Haag verliehen die Grafen von Vaduz und die Herren von Sax gemeinschaftlich. Die Fährrechte über die Fähren Schaan-Burgerau (i. J. 1850 nach Buchs verlegt), Vaduz-Seve- len und Balzers-Trübbach wurden vom Kaiser den Herren von Brandis zum Lehen gegeben. — Die Rheinbrücken Schaan-Buchs und Bendern-Haag wurden in den Jahren 1867/68, Vaduz-Sevelen sowie Balzers-Trübbach in den Jahren 1870/71 erbaut (s. Krapf, die Geschichte des Rheins zwischen dem Bodensee und Ragaz). ,3) Die «K. K. Cameral-Bezirksverwaltung» in Feldkirch ist am 30. Dezember 1855 in «K.K. Finanz-Bezirksdirektion für Vorarlberg und Liechtenstein» umbenannt worden. Am Gebäude in der Schillerstrasse, in dem sich diese Behörde zuletzt befand, ist heute noch neben dem österreichischen und vorarlbergischen Wappen das liechtensteinische angebracht. Das älteste liechtensteinische Wappen in der hiesigen Gegend ist am alten Barock- palais in der Schlossergasse in Feldkirch angebracht, das Fürst Johann Adam i. J. 1701 als f. 1. Amtsgebäude gekauft hatte, in dem die ersten Landvögte teilweise gewohnt und amtiert hatten. lt) Die Ansageposten waren zur Abfertigung von Personen, die ohne Waren oder nur mit zollfreien Waren die Grenze passierten und zur Abfertigung von «Legitimationsscheinen für Fahrräder» befugt. Für die übrigen Amts- handlungen war das Zollamt zuständig. ,5) Wenn nach Beendigung der österreichisch-liechtensteinischen Zollvereini- gung verschiedene Finanzwachbeamte von Balzers, wegen im August 1919 vorgekommener Übergriffe, nicht den besten Eindruck mitgenommen ha- ben, so möchte ich darauf hinweisen, dass sie/ sich früher gerade in Bal- zers sehr gerne aufhielten, wo es eine selten gute Dorfkameradschaft gegeben haben soll. 1G) Die Verzehrungssteuer für einen niederösterr. Eimer (56 Liter) betrug bei Wein und Weinmaische 50 Kreuzer, bei Obstmost 20 Kr. und bei Brannt- wein 2 fl. 15 kr„ für ein Stück Grossvieh 2 fl. 11 Kr. ") In der diesbezüglichen Kundmachung der Finanzlandesdirektion Innsbruck hiess es: «Die Zollstrasse des Zollamtes Schaan nimmt ihren Anfang an dem Landeplatz der Rheinfähre Schaan-Buchs, zieht sich dann auf dem Binnendamme aufwärts bis über die Wachhütte und läuft dann in gerader Richtung nach Schaan, wo sie beim Haus Nr. 70 in die Hauptstrasse ein- mündet. Die Zollstrasse des Nebenzollamtes Vaduz beginnt am Landeplatz
        

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