— 40 — Monopole Tabak und Schiesspulver waren u. a. in Österreich Staatsmonopole, d. h. der Staat hatte sich die Erzeugung und den Verschleiss solcher Waren vorbehalten. Tabakwaren durften nur in den «Tabaktrafiken» verkauft werden, für deren Errichtung die Genehmigung der Finanz- verwaltung erforderlich war. Die liechtensteinischen Trafiken wurden vom «Subverlag» des Tabakhauptverlages in Feldkirch, der sich im «Löwen» in Vaduz befand, mit Tabakwaren beliefert. Vertrag über die Fortsetzung des österreichisch-liechtensteinischen Zoll- und Steuervereins vom 23. Dezember 1863 Österreich hatte den am 1. August 1852 in Kraft getretenen Zoll- vertrag im Jahre 1862 gekündigt bzw. Abänderungen, betreffend des garantierten Minimalbetrages und hinsichtlich des Salzpreises verlangt. Als die Kündigung des damals nicht beliebten Zollvertrages im Volke bekannt wurde, hatten die Vertrags-Gegner, darunter sechs Gemeinden, den Zollanschluss an die Schweiz gefordert. Nach einem vom Abgeordneten Pfarrer Gmelch erstatteten Bericht über die Zollvertragsangelegenheit und längeren Beratungen, beschloss der Landtag am 30. 6. 1863 mit 14 gegen 1 Stimme die Erneuerung des Zoll- und Steuervertrages. Für diesen Beschluss war insbesondere ent- scheidend, dass die Haupteinnahmen des liechtenst. Landesbudgets aus den Zolleinnahmen stammten. .Der Landtag verlangte jedoch, dass bei den Verhandlungen darauf hinzuwirken sei, dass 1. ein Minimalbetrag von 2 fl. auf den Kopf der Bevölkerung garantiert werde, 2. die Verzehrungssteuern durch die Landesregierung eingehoben werden und ausserordentliche Steuerzuschläge in Liechtenstein keine Anwendung finden dürfen, 3. der Salzbezug auch aus der Schweiz oder aus Bayern gestattet werde, 4. bei Hausdurchsuchungen durch die Finanzwachorgane vorher die Bewilligung des fürstl. Landgerichtes eingeholt werde,
        

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