— 301 — Hof zu Beschling erkaufte. Eine Anzahl sehr mächtiger Bürger gab sich aber nicht geschlagen, sie floh zu Graf Albrecht von Werdenberg-Heiligenberg und veranlasste ihn zu einer feindseligen Haltung gegen Graf Rudolf. Erst am 28. Juli 1357 kam es zu einer Annäherung zwischen den beiden Grafen, wobei der Werdenberger versprach, die vertriebenen Bürger des Montforters, nämlich Hans den Amman und seine Söhne, den Haiden den Richen, Wilhelm von Luchs, Hänni Han und ihre Gesellen nicht mehr länger als einen Monat zu behausen, worauf sie «frid und; gelait iro lib vnd 
gut» haben sollten, also zurückkehren konnten. "Nur der Bürger Schätzli blieb bei den Werdenbergern und erhielt vertraglichen Schutz. (Urkunde bei Bergmann, Urkunden der vier Vbg. Herrschaften in Chmels österr. Geschichtsforscher II, S. 30). Die Konfisr kationen wurden aufrecht erhalten. Daher erscheinen unter den ehemaligen Besitzern des «ausgeschlagen burger 
gut» die Namen Jos und Uli Han, Wil- helm von Luchs (fol. 33 b) und vor allem Hans Amman. Woher Ammans grosser Liechtensteiner Besitz stammt, ist schwer zu klären. Es könnte sehr wohl ehemaliger .Grafenbesitz darunter sein, da Ver- äusserungen schon früher vorgekommen sind, so nach Urkunde 1312, Novem- ber 17 (n. 141 dieser Lieferung) Frastanz betreffend, wahrscheinlich aber auch Bauern- und Rittergüter, die von,diesen geldkräftigen Bürgern zusammen- gekauft worden sein mögen. Über eine weitere Möglichkeit (Abstammung aus Liechtenstein) siehe n. 152: 1 Mäls, Gde. Balzers. 2 Vergl. fol. 41 a «Meczners 
halden» und fol. 42 a «Meczners hoff von Eschan». 3 Eschen. 4 Das in Unterrätien althergebrachte Mischkorn aus Haber und Gerste, vergl. dazu Bilgeri, Der Getreidebau im Lande Vorarlberg, S. 12 und Anmerkung 5 zu n. 13 des Liechtensteinischen Urkundenbuches 1/3 von 1314, September 9. 5 Die nur im ehemals rätischen Gebiet vorkommenden Käse, vergl. n. 18 des Liechtensteinischen Urkundenbuches 1/3 von 1340. 6 Swigger Vaistli aus der bekannten Familie der. Landammänner und Junker. — Aus diesem Weingarten stiftete Graf Rudolf laut Urkunde von 1363 Juni 3 (siehe n. 156 dieser Lieferung) dieselben vier Saum Wein für einen Jahrtag in der St. Nikolauskirche zu Feldkirch. Im obigen Urbar ist diese Stiftung noch nicht vermerkt. 7 Sareuen-Saroja-Pass, Planken, Liechtenstein. Zösmair hat in seinem Aufsatz über die Ansiedlung der Walser (Jahresbericht d. Vbg. Mu- seumsvereins 1893, S. 16 — 17) diesen Namen zu lokalisieren gesucht; da er fol. 44 a in der Rubrik der Pfennigzinse in der Form «Salegen» wiederkehrt, hielt er ihn für identisch mit dem Flurnamen «Salex»
        

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