— 268 — Zösmair (Zur Geschichte von Tosters und seiner gleichnamigen Burg, Jahres- bericht d. Vorarlberger •Museumsvereins 1905, S. 61) kannte nur das von Hormayr wiedergegebene Stück, setzte aber die Teilung ziemlich richtig auf 1331 bis anfangs 1332, weil die Heirat Rudolfs diese Teilung der bisher ge- meinsamen Burgen erfordert habe; Rudolf verschrieb nun laut Urkunde von 1332 Mai 21 (Chmel, Der österreichische Geschichtsforscher I, S. 183, II), seiner Gemahlin Anna, Tochter des Grafen Ulrich von Schelklingen bei Ulm «sin aigen bürg alt Montfort — und daz im ze tail zv derselben bürg geuallen vnd worden wer, als auch der brief stet, den er dar vmb von sinem bruder , graf Hugen inne 
hat». 1332, am 21. Mai war also diese Teilung bereits voll- zogen. Da die Brüder am 27. Mai 1328 laut Angabe des Kopialbuches der Stadt Feldkirch (Stadlarchiv Feldkirch, fol. 2) die Wiese Taflett (Tavelatz) von ihrem Onkel Graf Ulrich und dem Dekan Heinrich eintauschen, die in obigem Stück'Hugo zugeteilt wird, muss die Teilung nach dem 27. Mai 1328 erfolgt sein. Da die Verschreibung üblicherweise bald nach der Besitznahme .erfolgte, wird die Teilung näher an das Jahr 1332 hin zu rücken sein. Bedeutung: Die Besitzanteile beider montf ortischen Brüdet gehen auf die Erbteilung mit den Grafen Ulrich und Rudolf von Montfort-Feldkirch von 1319 März 2 zurück (Abdruck bei Thommen, Urkunden z. Schweizer Geschichte aus österr. Archiven I, S. 153 n. 260). Da nun die späteren, 1363 genannten Besitzungen der Grafen von Montf ort-Feldkirch (siehe n. 157 dieser Lieferung) im Liechtensteinischen weder unter den oben aufgezählten des Grafen Hugo, noch unter denen Graft Rudolfs erscheinen, ist sicher, dass sie niemals zu Altmontfort oder Tosters, sondern stets zu Feldkirch gehört haben und von dort aus verwaltet worden sind. — Bedeutsam ist ferner das Vor- kommen der Ritter von Buchenstein (siehe unten). 1. Hugo von Tosters f 1359. 2 Rudolf von Feldkirch fl375. 3 ' in Vorarlberg. 4 im Kanton St. Gallen, Rheintal. 5 Fontanella, Grosses Walsertal. 6 Doch wahrscheinlich Zolim, Gde. Brand, Alpe am nordwestlichen Ab- hang des Mottenkopfes, 1565 (Urk. November 11, Pfarrarchiv Brand): «in pranner alp Jn 
Salim», nicht Zalum in Bürs (Urk. 1540 November 15 Pfarrarchiv Brand) oder Salum (Silum) in Triesnerberg. 1363 kommt diese Alp im Urbar Graf Rudolfs von Montf ort-Feldkirch, des Erben oben genannter Grafen nicht mehr vor, ist also inzwischen' veräussert worden. . 7 «Frigen», die Altfreien des Vorderlandes, bisher erst ab 1403 belegt, nun bis zur Teilung von 1319 zurück als Steüergenossenschaft urkund- lich erwiesen.
        

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