— 243 — . Vorwort zur dritten Lieferung Mit der nun beginnenden Fortsetzung des dritten Bandes über- schreitet das Liechtensteinische Urkundenbuch die historische Grenze des Arlberges und bringt in weiterlaufender Zählung die Stücke aus dem' Innsbrucker Landesregierungsarchiv. Zwischen dem Tirol der Meinharde und den Ländern der Werdenberger und Montforter konn- ten zwar schon aus geographischen Gründen nicht gerade enge Be- ziehungen bestehen; dennoch fehlten sie weder auf wirtschaftlichem noch auf politischem Gebiete und haben in einzelnen Dokumenten ihren Niederschlag gefunden. Bedeutsamer wurden sie dann durch die sehr lange behauptete Stellung Innsbrucks als habsburgisches Ver- waltungszentrum für den seit der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts, anwachsenden Länderbesitz am Alpenrhein. Manche Urkunde ist seit- dem aus der alten schweizerischen Heimat der Habsburger nach Inns- bruck gewandert; vor allem aber in Nachfolge der Grafen von Mont- fort zu Feldkirch kam das dortige Archiv in den Besitz von Schriften, die für die liechtensteinische Geschichte bedeutsam sind. Noch im Jahre 1879 erhielt es den im Fürstentum einmaligen Bestand der Benderer Pfarrurkunden. Vieles ist freilich später infolge von Ver- waltungsmassnahmen von Innsbruck nach Wien und anderswohin gekommen oder überhaupt verloren gegangen. Für diese zum Teil schmerzlichen Verluste bieten die auf Anregung Kaiser Maximilians verfassten, in sechs Bänden verstreuten Regesten des Schatzarchiv- repertoriums nur einen sehr unvollkommenen Ersatz. - Eine ungefähre Bestandsaufnahme der schliesslich verbleibenden Dokumente lieferte R. Ritter im Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein 1936, S. 65 — 96. Für das freundliche Entgegekommen habe ich an dieser Stelle allen Beamten des Landesregierungsarchivs, besonders den Herren Dr. Stein- egger und Dr. Dörrer herzlich zu danken. Der Bearbeiter
        

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