— 231 - Im Zeitalter der Heimatlosigkeit und der Vermassung vieler Men- schen hat das Museum besondere erzieherische Aufgaben. Hier wird Anschauungsunterricht möglich sein, wie nirgends sonst. Endlich sei das Heimatmuseum ein Aufruf an unsere Bevölkerung, nach dem Wort Pius XII.: «Rettet die Selbständigkeit des Dorfes ! Rettet die christliche Kultur im Dorf !» Am Schlüsse des sehr beifällig aufgenommenen Vor- trages dankte der Redner noch allen, die zum guten Gelingen des echt heimatlichen Werks beitrugen. Dann folgte noch ein Kurzvortrag unseres Ehrenmitglieds, Real- lehrer Benedikt Frei, Mels, über «Der Königshof Schaan und die Insel Ufenau». Er ging davon aus, dass im Jahre 965 Otto I., der Grosse, den Hof und die Kirche von Schaan (St. Peter), dazu den Hafen von Walenstadt mit dem Schiffsrecht auf dem Walensee, dem Kloster Säckingen übergab, wogegen Säckingen die Insel Ufenau, Pfäffikon, Uerikon und die Kirche von Meilen an den Kaiser abtrat, der diesen Besitz zugleich dem Kloster Einsiedeln übergab. Dann berichtete der Redner, anhand vorzüglicher Lichtbilder, über die Ergebnisse seiner Ausgrabungen, die er in den letzten Jahren auf der Ufenau, in der dortigen St. Peter- und Paulskirche und in der Gegend der Martins- kirche durchgeführt hat. Damit war die schön verlaufene und sehr gut besuchte 61. Jahres- versammlung zu Ende. Das seit 30 Jahren verwendete Klischee für den Umschlag unseres Jahrbuches ist sehr abgenützt und unbrauchbar geworden. Der Um- schlag musste deshalb neu gestaltet werden. Der Vorstand hat auch beschlossen, für das Jahrbuch, mit Ausnahme des Urkundenbuches im Anhang, ein neues, besseres Papier zu verwenden, das es gestattet, die Bilder im Text an die richtige Stelle zu setzen. Wir hoffen, dass das Jahrbuch, auch in der neuen Aufmachung, unsern Mitgliedern gefallen wird. Wir werden uns auch bemühen, die Bände künftig wieder zeit- gerechter herauszubringen. Zum Schlüsse dieses Berichtes sei auch noch allen Spendern recht herzlich gedankt, die auch in diesem Jahr unsere Bestrebungen finan- ziell unterstützt haben. Ein Beitrag des Landes mit 10 000 Franken wurde schon in unserer letzten Jahresrechnung ausgewiesen. Der für 1961 vom Landtag bewil-
        

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