— 226 — Daneben hat unser Vorstandsmitglied, Dr. Georg Malin, die in den liechtensteinischen Archiven liegenden, vor 1416 datierten Urkunden, bearbeitet. Somit ist die Fortsetzung des Liechtensteinischen Urkunden- buches für die nächsten Jahre gesichert. Dr. Georg Malin hat sich auch um die Anlage einer Siegelsamm- lung für das Landesmuseum bemüht. Wertvolle Arbeit auf dem Gebiet der Urkundenforschung hat auch im abgelaufenen Jahr wieder Reallehrer Otto Seger in Vaduz geleistet, indem er aus verschiedenen Archiven in Wien und aus dem Landes- Regierungs-Archiv in Innsbruck bisher unerforschtes Material zur liechtensteinischen Geschichtsforschung in Photokopien und Mikro- filmaufnahmen unserm Vereinsarchiv vermittelte. So fand er in Inns- bruck die alte Abschrift eines Schutz- und Schirmbriefes von Kaiser Maximilian, vom 2. Mai 1505 und das Original der sogenannten Schlossöffnung, vom 3. Mai 1505. Schon seit Jahren ist Peter Kaisers Geschichtswerk «Geschichte des Fürstentums Liechtenstein, nebst Schilderungen aus Chur-Rätiens Vorzeit» und auch die Neubearbeitung durch Prälat Joh. Bapt. Büchel vergriffen und nicht mehr erhältlich. Es fehlt deshalb in unserem Lande ein umfassendes und auf neueren Forschungen und Quellen aufgebautes Geschichtswerk, das die Zeit von der frühen Besiedlung bis in die Gegenwart umfasst. Unser Vorstand hat sich mit der Frage der Herausgabe einer neuen Landesgeschichte schon des öfteren beschäftigt. Man kam zum Schluss, dass mit Mitteln des Vereins die Schaffung eines solchen Werkes nicht möglich sei. Wir haben deshalb an die Regierung das Gesuch gestellt, diese möchte beim Landtag einen Kredit zur Bearbeitung und Heraus- gabe einer Landesgeschichte beantragen. In der Person von Dr. Georg Malin haben wir einen für diese Aufgabe sicher geeigneten Mann vorgeschlagen. Ein liechtensteinisches Geschichtsbuch für die Schulen hat Prof. Otto Seger, im Auftrag des Landesschuirates, bereits in Arbeit. Die im Vorjahr auf Anregung unseres Vereins in allen Gemein- den des Landes durchgeführten Mundartaumahmen werden nun im Phonogrammarchiv der Universität Zürich vom Tonband auf Platten übertragen. Es ist vorgesehen, dass die Platten käuflich erhältlich sein
        

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