- 215 — Dipl.-Ing. K. BAUER — Neusiedl See zugeschickten Zusammenstelun- gen ist die Zwergmaus im Süden Mittel-Europas jedoch al'gemein grös- ser als im Norden, aber erst im SO berechtigt dies zur systematischen Trennung 
(ssp. Micromys minutus pratensis OCSKAY im SO gegen- über m. soricinus HERMANN in Mittel-Europa). Die mit Abstand grösste der von mir in den vergangenen 6 Jahren im Rheinland gefangenen Zwergmäuse (ebenfalls ein gravides, 
altes 9) weist folgende Maße auf: K+R 73, Schw. 60, Hf. 14, Ohr 12 mm — 8 Embryonen). Herr Kollege BAUER hatte ausserdem die Freundlichkeit, darauf hinzuweisen, dass bereits MILLER's Katalog von 1912 eine Zwergmaus für die Schwe:z anführt (St. Fiden, St. Gallen), eine Notiz, die sowohl mir als auch Herrn Prof. BAUMANN bei Abfassung seines Buches über die Säuge- tiere der Schweiz entgangen war. Unter den Wühlmäusen verdient wohl die 
Rötelmaus (Cle- thrionomys glareolus) eine besondere Erwähnung, weil die kle'ne Auf- sammlung von 1953 (11 Tiere) zu der hochalpinen 
Unterart Ciethri- onomys glareolus nageri SCHINZ gestellt wurde. Diese erste Serie setzte sich jedoch aus Tieren zusammen, die aus allen bearbeiteten Lebensräumen stammten: von den Auwaldstreifen des Rheinufers und den Büschen und Remisen der Ebene über den Gebirgsstock hinter Vaduz bis hinauf nach Silum ! Da nun die — wenigen — Tiere der tieferen Lagen im Durchschnitt schädel- und körperkleiner waren und zum Teil längere Schwänze hatten als die der Hochlagen (Silum) ergab sich ein falsches Bild von den Gebirgstieren, wenn man alle Tiere zusammenfasste. Hinzu kam noch ein Meß- bezw. Schreibfehler bei einem Balg einer Rötelmaus aus der 
Ebene (9 20. V. 1953, Museum Vaduz), so dass der Durchschnitt der Aufsammlung von 1953 eine Langschwänzigkeit ergab, die fast 
der ssp. nageri zukam. 1956 stand eine sehr viel grössere Zahl von Rötelmäusen zur Verfügung (über 30 erwachsene Tiere), die ausnahmslos vom Gebirge, hauptsächlich aus Silum (1500 m) stammten, und es zeigte sich, dass diese Tiere nicht nur körpergrösser waren als der Durchschnitt von 1953, sondern sehr viel kürzere Schwänze hatten (45 % der K + R-Länge). Mit diesen Ab- messungen entspricht die alpine Rötelmaus in Liechtenstein aber ganz den Maßen, wie sie MILLER für die Rasse der West-A'.pen und des Schweizer Jura, nämlich für 
die ssp. Clethrionomys glareolus helve- ticus anführt. Da für diese Form die Kurzschwänzigkeit besonders
        

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