— 213 — Die Kollektion von 13 
Waldspitzmäusen (Sorex araneus araneus X araneus tetragonurus) zeigte in der Färbung wiederum keine Unterschiede gegenüber NW-deutschen Tieren. Die drei grössten <5 <5 wiegen jedoch 13,5 — 14,5 g und weisen Körpermasse von 80 — 84 mm für K+R, sowie 46 und 47 für den Schw. und 19,5 — 20 mm für CB. auf, Abmessungen, wie sie in West-Europa nördlich der Alpen nicht vorkommenn. Eine Neubenennung dieser westalpinen grossen Wald- spitzmäuse mit den Farbmerkmalen der Nominatform aus Schweden (Schabracke), wie es Prof. ZIMMERMANN schon 1951 vorschlug, ist also dringend geboten. — Waldmaus (Apodemus sylvaticus) und Gelbhalsmaus oder Grosse 
Waldmaus (Apodemus tauricus): Unsere Ausbeute umfasst diesmal 71 Angehörige der Gattung Apodemus, darunter 18 Gelbhalsmäuse. Die sehr merkwürdige mor- phologische Übereinstimmung dieser beiden Waldmausarten in West- Europa geht in Liechtenstein oft so weit, dass jüngere Tiere nicht immer mit Sicherheit der einen oder anderen Art zugesprochen werden können. Voll erwachsene Tiere sind in der Regel gut zu unterscheiden, es gibt aber auch hier Fälle die immer wieder den Verdacht auf Art- bastarde aufkommen lassen (z. B. Nr. 143, Vaduz, 26. VIII. 1956: K+R 98, Schw. 98,5, Hf. 23,5, Ohr 17 mm, Gewicht 25 g, ca. 180 Schwanz- ringe, Hoden 13 mm, kleiner Bruststrich. Damit steht das Tier genau in der Mitte zwischen beiden Arten). Darüberhinaus ist die Färbung der Kehle und Bauchseite bei beiden Arten äusserst variabel, und schliesslich haben die freundlicherweise von Herrn Prof. HEROLD in Berlin vorgenommenen Untersuchungen der Zahnbewurzelung klar ergeben, dass sämtliche, auch die seltensten, Alveolen-Muster sowohl bei der Waldmaus als auch bei der Gelbhalsmaus — und zwar nicht nur in Liechtenstein — vorkommen. Es zeigen sich zwar deutliche verwandtschaftliche Beziehungen durch das Auftreten gleicher Wurzel- anordnung bei Tieren benachbarter Fundorte, aber eben diese gleichen Muster können dann auch bei der anderen Art in Erscheinung treten. Im Einzelnen soll über die sehr interessanten Übereinstimmungen die- ser beiden nah verwandten und oft zusammenlebenden Waldmausarten später berichtet werden. Zu einer systematischen Zusammenfassung in eine Art liegt nach unserem Material trotz dieser Übereinstimmung jedoch kein Grund vor. —
        

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