- 192 — David und Peter die herzlichsten Grüsse für ihre lieben Briefe. Dem Meister Toni einen kräftigen Handschlag. Dem David lass ich speziell sagen, ich werde seinen Neujahrsgruss in ordentliche Erwä= gung ziehen. — Und nun, theuere Eltern ! Gott befohlen für's neue Jahr Euer dankbarer Sohn Josef Rheinberger. München, 31. 12. 66. NB. Dass mir David für die Pappe noch Geld geschickt, war sehr ungeschickt von ihm. * Der folgende Brief ist der einzige, der nicht von München aus an die Eltern geschrieben wurde: Leipzig, den 28ten Febr. 67 Nachts V2 12 Uhr. Theuerster Vater ! Es freut mich, Ihnen mittheilen zu können, dass meine Sinfonie in dem heutigen Concerte ganz ausserordentlich gefallen hat; es ist hier ein sehr heikler Boden, darum ein Erfolg in Leipzig als massgebend für die musikal. Welt angesehen wird; auch ist es mir wirklich merk- würdig, mit welcher Achtung ich hier überhäuft werde. In den 8 Tagen meines Hierseins bin ich fast täglich in den vornehmsten Häusern zu Mittag und Abend geladen. — Gott sei Dank ! dass Alles gut ging. — Morgen reise ich noch nach Berlin, dann über Dresden und Prag nach Hause. Verzeihen Sie den kurzen Brief; von München aus werde ich ausführlicher schreiben. — Erhalte Sie der Himmel gesund und ein- gedenk Ihres dankbaren Sohnes Jos. Rheinberger. Herzliche Grüsse an Alle. -k
        

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