— 186 — selbst sagte, im nächsten Herbst gegeben werden. Ich kann nichts thun, als ruhig das Resultat abwarten — Ungeduld führte zu Nichts. Wie ich zu meiner grössten Freude erfuhr, geht es mit Lisi's Ge- sundheit entschieden besser, sie soll sich recht schonen, damit sie wieder so rotbackig und dick wird, wie sie war. Mali ist wohlauf und lasst Alle grüssen und «guatjohr wüscha.» Mein nächster Brief wird dem Peter gelten, er soll sich die kurze Zeit noch gedulden. Bekommt er schon bald eine Wiege? Die liebe Schwägerin lasse ich herzlich grüssen: sie soll den Peter nur nicht verzärteln, denn das passt sich für einen rauhen Kriegsmann nicht. Die Vaduzer politisiren viel — sogar in der süddeutschen Zeitung las ich davon. Hier verschlingt die Politik ebenfalls Alles andere. Ostreich hat sich unglaublich verhasst gemacht; man darf den Namen kaum nennen. Hat unser Goliath (David wollte ich sagen) Herrn Pf. Wolfinger endlich geschrieben? David Alles Schöne zu seinem sylvestrigen Namenstag — ich werde am St. Davidstag eine Halbe auf sein spe- zielles Wohl trinken. Was macht Meister Anton auf seiner Burg Malepartus? brummt er noch, wenn man zu ihm hinaufgeht ? Ich wünsch ihm ein glück- seliges neues Jahr, den Kreuzer dafür kann er mir bei Gelegenheit schicken. Die Vaduzer Zeitung kommt unregelmässig, es bleibt hie und da eine Nummer aus; doch ist das nicht mein grösster Kummer ! Prof. Maier ist gegenwärtig in Karlsruh. In einer alten Scharteke der Hof- bibliothek entdeckte er letzthin den einzigen «Reinperger» der in München je vorkam, und schrieb ihn für David aus. Beiliegend. Nun theuerste Eltern ! behalten Sie uns im Herzen im neuen wie im alten Jahr — damit Gott befohlen ! Ihr dankbarer Sohn G. J. Rheinberger. M. den 29. 12. 63. *
        

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