— 165 — ist der Minister v. Zwehl ein Freund von Hauser.) Das Nähere dann mündlich. Gehe es wie es wolle. — Dass Sie Alle, Gottlob ! recht wohl sind, freut mich ungemein, sowie, dass ich Sie, Theuerste, Beste Eltern ! nach zweijähriger Ab- wesenheit wieder sehen werde. Also unsere Orgel wurde reparirt? Konnte nicht viel schaden. Im Übrigen habe ich nicht im Sinne, mich in unsere neu-organisirte Kirchenmusik zu mischen. Das Mali soll sich nur fleissig auf dem Ciavier üben. Das Unglück der Balzner Müllerin hat mich wirklich ergriffen, und glaube gerne, dass sie, wie mir Toni geschrieben, bald den Verstand verloren hätte. Die liebe Mutter lasse ich vielmals grüssen, sowie auch alle lieben Geschwister. Nun, Theuerster Vater ! Leben Sie wohl, und erhalten Sie Ihre Liebe Ihrem dankbarsten Sohne Josef Rheinberger. München, 30. 6. 58. * Ende September 1858 reiste Rheinberger von Vaduz wieder nach München. * Theuerste Eltern ! Ich hoffe, dass Hr. Oberförster und Hr. Adjunct glücklich nach Vaduz zurückgekommen und meine herzlichen Grüsse an Sie ausge- richtet haben werden; auch, dass sie Ihnen von unserer Reise und lustigem Beisammensein in München Bericht erstatteten. Ich befinde mich, Beste Eltern ! wohl und zufrieden. Gestern habe ich das Schulmeistern wieder aufgenommen und hoffe genug Schüler zu bekommen. Von meinen Bekannten traf ich hauptsächlich Hr. Leonhard und Hr. Maier an — Schafhäutl ist gegenwärtig gar nicht hier. In Bezug meiner Angelegenheit vernahm ich, dass — da durch Erhöhung des Unterrichtshonorars die Anzahl der Conservatoriums- eleven sich bedeutend verminderte, die fragliche Professorenstelle
        

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