— 141 — An Kleidern habe ich mir wieder angeschafft: Hosen, Gilet, und ein Paar Stiefel englisiren, und die anderen vorschuhen lassen: zu- sammen für 17 fl 30 +er; jedoch werde ich mir dieselben bald wieder verdient haben. Ein Compositionsschüler steht wieder in Aussicht. Letzthin erhielt ich aus Lichtensteig von der Frau Annette Wirth- Ackermann einen Brief, worin sie mir schreibt, dass eine Frl. Schwester von ihr (die ich gar nicht kenne) durch München kommen werde; ich solle die Güte haben, ihr die Merkwürdigkeiten Münchens etc. zeigen. — Peter hat mir (wegen Novellirinstrumenten) von Uznach geschrie- ben, ich habe ihm sogleich geantwortet; ich wusste bisher nichts, dass er von Chur fort sei. Hiemit, Theuerster Vater ! hätte ich so ziemlich meine wenigen Neuigkeiten abgethan; und das Beste ist, dass ich mich, Gott sei Dank ! immer gesund und thätig befinde. Und da mir der David das Näm- liche von Ihnen geschrieben, so freut es mich, dass es Allen gut geht. Hr. Tichy's Aufträge habe ich längst erledigt, im Übrigen lasse ich ihn grüssen. Dem Toni und David werde ich circa Mitte Mai schreiben. Wie geht es der lieben Mutter? Ich schicke ihr immer Grüsse, und erhalte keine zurück. Auf die Ankunft des Hr. Adjunct freue ich mich sehr. Hr. Pfarrer Wolfinger lasse ich besonders grüssen, da wir nun nicht mehr in «'d Müle» spazieren gehen können. Hr. Onkel in Schaan lasse ich auch grüssen, wenn die liebe Mutter einmal nach Schaan kommt, kann sie es ausrichten. Nun, bester Vater ! Leben Sie wohl, und erfreuen Sie bald mit ein paar Zeilen Ihren Sie dankbarst liebenden Sohn Jos. Rheinberger. München, d. 1. 5. 57. (In Allg. Z. No. 118 ist meines Quartettes gedacht).
        

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